Programm

Termine/Tickets

Mo · 4. Juni
 
Ort: Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Straße 23, 60311 Frankfurt
Eintritt: 19/12 €
Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe
© Tobias Bohm

Iris ter Schiphorst

Iris ter Schiphorst
© Susanne Müller


Auf Einladung von literaTurm haben die Schriftstellerin Felicitas Hoppe und die Komponistin Iris ter Schiphorst gemeinsam mit dem Ensemble Modern ein Lesungskonzert entwickelt, das zur Eröffnung des Festivals uraufgeführt wird. Im großen Saal des Dominikanerklosters treffen zwei Ausnahmekünstlerinnen aufeinander, die sich immer wieder auf die Suche nach neuen Ausdrucksformen begeben. In ihren autofiktionalen Romanen entfaltet Hoppe ein Spiel mit wechselnden Identitäten und changiert kunstvoll zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Auch ter Schiphorsts Kompositionen transzendieren Genregrenzen und musikalische Traditionen. Mit ihren experimentellen Besetzungen, Rhythmen und Inszenierungen erforscht sie Musik als einen Raum kommunikativer Möglichkeiten.

Eine Produktion im Auftrag von literaTurm 2018
In Kooperation mit dem Ensemble Modern

Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe veröffentlichte zahlreiche Romane sowie Kinder- und Jugendbücher. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem Georg-Büchner-Preis. 2018 erschien ihr Roman „Prawda. Eine amerikanische Reise“.

Iris ter Schiphorst

Iris ter Schiphorst ist Professorin für Medienkomposition in Wien und Mitglied der Akademie der Künste.

Ensemble Modern

Das Ensemble Modern ist eines der weltweit führenden Ensembles für Neue Musik.

Di · 5. Juni
 
Ort: ODDO BHF, Bockenheimer Landstraße 10, 60323 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Patrick Bahners

Patrick Bahners
© Johannes Loewe

Thomas Karlauf

Thomas Karlauf
© Helmut Fricke


Moderation: Christian Thomas

Mit großer Detailschärfe legt Patrick Bahners in seiner eindrucksvollen Biografie „Helmut Kohl. Der Charakter der Macht“ (2017) jenes effiziente und ausgeklügelte System der Machtgewinnung und -erhaltung frei, auf dem der Aufstieg des späteren Kanzlers der Einheit beruhte. Im Diskurs mit der politischen Theorie zeichnet er das Bild eines Mannes, der sich der Wirkung seines mächtigen Körpers ebenso bewusst war wie der seiner Geburtstagsanrufe bei CDU-Ortsvorsitzenden, jedoch am Ende seiner Kanzlerschaft zunehmend ins Abseits geriet. Hingegen gewann Helmut Schmidt gerade als Kanzler a. D. stark an öffentlicher Wertschätzung. Als Herausgeber der Zeit und allseits geschätzter Interviewpartner wurde er zum intellektuellen „Gedächtnis der Nation“, wie Thomas Karlauf in „Helmut Schmidt. Die späten Jahre“ (2016) schreibt. 

In Kooperation mit ODDO BHF

Patrick Bahners

Patrick Bahners verantwortet das Ressort Geisteswissenschaften im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Thomas Karlauf

Thomas Karlauf war 28 Jahre lang Helmut Schmidts Lektor und ist Ghostwriter der Autobiografie von Franz Josef Strauß.

Christian Thomas

Christian Thomas leitet das Feuilleton der Frankfurter Rundschau.

 
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Oliver Hilmes

Oliver Hilmes
© Maximilian Lautenschlaeger


Moderation: Jan Drees

Ob Franz Liszt oder Ludwig II., Alma Mahler-Werfel oder Cosima Wagner: Der Name Oliver Hilmes steht als Qualitätssiegel für profund recherchierte und meisterhaft erzählte Lebensgeschichten. Viele seiner Biografien wurden zu großen Lieblingen des Publikums. Grund genug, diesen Star-Biografen einmal genauer nach seiner Arbeit zu befragen: Wie wählt er seine Stoffe aus? Wie viel Recherche und wie viel Imagination stecken in seinen Texten? Wie findet man das rechte Maß aus Einfühlung und Distanz? Gibt es Tabus, über die er nicht schreibt? Und natürlich: Wessen Leben erzählt er als Nächstes?

In Kooperation mit Morgan, Lewis & Bockius LLP

Oliver Hilmes

Oliver Hilmes ist Historiker und arbeitete für zahlreiche renommierte Kultureinrichtungen. Er veröffentlichte 2011 „Liszt. Biographie eines Superstars“, 2013 „Ludwig II. Der unzeitgemäße König“, 2016 „Berlin 1936. Sechzehn Tage im August“ und 2017 als Taschenbuch „Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner“.

Jan Drees

Jan Drees ist Literaturredakteur beim Deutschlandfunk.

 
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Lamya Kaddor

Lamya Kaddor
© Dominik Asbach


Moderation: Doris Akrap

Sie ist schon verlockend, diese Bratwurst. Wie der Apfel im Paradies liegt sie auf dem Grill, wohlduftend und schmackhaft. Während die anderen Kinder einfach beherzt hineinbeißen, stürzt ein einziger Bissen das junge Mädchen in eine Glaubenskrise. Denn es ist Schweinefleisch, das sie, die Muslima, versehentlich gegessen hat. Geboren in Deutschland, musste Lamya Kaddor als Tochter syrischer Einwanderer ihren Platz in der Gesellschaft erst noch finden. Bundesweite Bekanntheit erlangte sie durch ihre durchaus streitbaren Auftritte in diversen TV-Talkshows. Damit wurde sie zum Gesicht eines liberalen, modernen Islam. In ihrer Autobiografie gibt Lamya Kaddor einen Einblick in ihr deutsches Leben.

In Kooperation mit K&L Gates LLP

Lamya Kaddor

Lamya Kaddor ist Islamwissenschaftlerin und lehrte islamischen Religionsunterricht an einer Sekundarschule in Dinslaken. Mehrfach wurde sie für ihr Engagement und ihre Arbeiten ausgezeichnet, unter anderem mit der Integrationsmedaille der Bundesregierung. „Die Sache mit der Bratwurst“ erschien 2018.

Doris Akrap

Doris Akrap ist Kulturredakteurin bei der taz.

 
Ort: Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt
Eintritt: 9/6 €
Ralf Rothmann

Ralf Rothmann
© Heike Steinweg / Suhrkamp Verlag

Ralf Rothmann gilt als Meister des Wahrhaftigen. War sein großer, in 25 Sprachen übersetzter Roman „Im Frühling sterben“ ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist der nun erscheinende Roman „Der Gott jenes Sommers“ (2018) eine erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: „Ich hab alles erlebt.“ Dieses Mädchen begleitet Rothmann mit Zärtlichkeit und Bewunderung durch eine grausame Zeit, die sich in Luisas beginnender Entwicklung zur Frau, ihrer Neugier und Lebenslust bricht.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt

Ralf Rothmann

Der Schriftsteller Ralf Rothmann lebt in Berlin und verfasst Lyrik und Prosa. Er wurde 2017 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet.

 
Ort: Brentano-Scheune, Hauptstraße 134A, 65375 Oestrich-Winkel
Eintritt: 10/7 €
Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe
© Tobias Bohm

Felicitas Hoppe ist eine Meisterin im Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion. Das gilt auch für ihr jüngstes Werk „Prawda“ (2018). Auf der Route der russischen Schriftsteller Ilf und Petrow, die vor 80 Jahren für die kommunistische Partei den amerikanischen Klassenfeind ausspähten, reist Hoppe 10 000 Kilometer quer durch die USA. „Das eingeschossige Amerika“ hieß deren Bericht, weil die meisten Amerikaner eben nicht in Städten, sondern auf dem flachen Land lebten. Auch Hoppe zieht es in die weiten Landschaften des mythischen Amerika: die Prärie, die Wüste, das Mississippi-Delta. Dort trifft sie auf Cowboys und Indianer, wird von einem Tornado mitgerissen, streicht Tom Sawyers Zaun und steht plötzlich vor Quentin Tarantino, der auf einer Terrasse am Mulholland Drive im Computerspiel „Kill Bill“ geschlagen wird.

In Kooperation mit dem Magistrat der Stadt Oestrich-Winkel

Tickets auch erhältlich bei:
Buchhandlung Untiedt, Rheingau Straße 47, 65375 Oestrich-Winkel
Buchhandlung Untiedt, Winkeler Str. 47, 65366 Geisenheim
Buchhandlung Untiedt, Schwalbacher Straße 3a, 65343 Eltville

Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe veröffentlichte zahlreiche Romane sowie Kinder- und Jugendbücher. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem Georg-Büchner-Preis. 2018 erschien ihr Roman „Prawda. Eine amerikanische Reise“.

 
Ort: Badehaus im Alten Kurhaus, Königsteiner Straße 86, 65812 Bad Soden am Taunus
Eintritt: 10/7 €
Gert Loschütz

Gert Loschütz
© Bogenberger / Autorenfotos.com


Moderation: Christian Metz

„Ein schönes Paar“ ist das Werk eines großen literarischen Könners. Loschütz gelingt, was selten ist: über die Leben zweier Menschen so zu berichten, dass wir ihnen zwar nahe kommen, aber das Geheimnis ihrer Liebe nicht preisgegeben wird. Bei dem „schönen Paar“ handelt es sich kaum verhohlen um Loschütz’ eigene Eltern, die in den fünfziger Jahren aus der DDR fliehen und in einer Kleinstadt in Mittelhessen landen. Dort verlässt die Mutter die Familie. Erst nach dem Tod der Eltern erkennt der Sohn, dass die Eltern trotz ihrer Trennung ein Leben lang verbunden geblieben sind. Der autobiografisch grundierte Roman vermeidet die Eindeutigkeit des „So war es“ und überlässt es dem Leser, ob er diesen Roman auch als Entzauberung der großen Glücksversprechen des Westens liest. 

In Kooperation mit der Stadt Bad Soden am Taunus und dem Main-Taunus-Kreis

Tickets auch erhältlich bei:
Bücherstube Gundi Gaab, Platz Rueil Malmaison 1, 65812 Bad Soden

Gert Loschütz

Gert Loschütz siedelte 1957 mit seinen Eltern in den Westen über. Er schreibt Prosa, Lyrik und Theaterstücke. Viele Jahre war er Gastdramaturg am Schauspiel Frankfurt. „Ein schönes Paar“ erschien 2018.

Christian Metz

Christian Metz ist Literaturwissenschaftler und -kritiker und schreibt unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

 
Ort: ODDO BHF, Bockenheimer Landstraße 10, 60323 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Karl Heinz Bohrer

Karl Heinz Bohrer
© Jürgen Bauer

Patrick Bahners

Patrick Bahners
© Johannes Loewe

Moderation: Patrick Bahners

Seine Leidenschaft für das Augenblickliche, Überraschende, Unvorhersehbare zeigte Karl Heinz Bohrer schon als Kind, als er eines Morgens auf dem Schulweg beschloss: „Niemals einen Beruf ergreifen wie alle anderen und mit ihnen zur selben Zeit aufstehen!“ So kam es dann. In seinen Essays für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und besonders in seinen wissenschaftlichen Schriften hat der Theoretiker der „Plötzlichkeit“ das Ästhetische immer wieder mit dem Exzeptionellen und Unkalkulierbaren verknüpft. Seine Autobiografie „Jetzt“ (2017) erzählt von geistigen wie auch persönlichen Abenteuern und Aufbrüchen – sei es nach London und Paris oder in den Surrealismus und die Ästhetik des Bösen. Ein furioser Ritt durch die Geistesgeschichte und ein beeindruckendes Zeugnis von fünfzig Jahren gelebter Eigenwilligkeit.

In Kooperation mit ODDO BHF

Karl Heinz Bohrer

Karl Heinz Bohrer war Literaturchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Professor für Neue Deutsche Literatur an der Universität Bielefeld. Als scharfsinniger Zeitkritiker stand er immer wieder im Zentrum heftiger Debatten.

Patrick Bahners

Patrick Bahners verantwortet das Ressort Geisteswissenschaften im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Magnus Brechtken

Magnus Brechtken
© Thomas Einberger


Moderation: Andreas Platthaus

"Ein Nazi ist der, der nationalsozialistisch handelt.“ Mit dieser Grundaussage enttarnt Magnus Brechtken Albert Speers Erzählungen als reine Erfindungen. Er belegt, wie sich in Speer der „Entschuldungswunsch“ einer ganzen Generation personifizierte und dabei die kritische Hinterfragung und wissenschaftliche Aufarbeitung von Täuschung und Selbsttäuschung auf der Strecke blieben. Er zeigt, wie es Hitlers Architekt gelang, durch die brachiale Dominanz der Zeitzeugenschaft die Geschichtsschreibung zu beeinflussen und bis in die 1990er Jahre Intellektuelle, Publizisten und Verleger zur Mitwirkung an seiner Legendenbildung zu bewegen. Insofern ist Brechtkens Buch auch eine Aufforderung zum gewissenhaften Quellenstudium und dazu, den heute vielbeschworenen Narrativen mit gehörigem Misstrauen zu begegnen.

In Kooperation mit Morgan, Lewis & Bockius LLP

Magnus Brechtken

Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte und lehrt unter anderem an der LMU München. „Albert Speer“ erschien 2017.

Andreas Platthaus

Andreas Platthaus leitet das Ressort Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
David Schalko

David Schalko
© Ingo Pertramer


Moderation: Thomas Böhm

„Der Tod, das muss ein Wiener sein“, sang Georg Kreisler vor vielen Jahren und brachte damit jenen Hang zum Morbiden, den seine Landsleute kultivieren, auf den Punkt. Ein scharfsinniger Erkunder des österreichischen Seelenlebens ist auch David Schalko. Mit „Schwere Knochen“ hat er eine blutrünstige Unterweltsaga voll schräger Figuren und skurriler Einfälle rund um den Gangsterboss Ferdinand Krutzler erdacht. Wobei „erdacht“ das falsche Wort sein mag, denn für den „Notwehr- Krutzler“, der im Wien der Nachkriegsjahre sein Unwesen treibt, soll es ein reales Vorbild geben. Alles nur ein Bluff oder ist der Roman doch mehr als eine wortgewaltige Räuberpistole? „Diese Geschichte ist bestimmt nicht wahr“, schreibt Schalko. „Aber so wird sie erzählt.“

In Kooperation mit K&L Gates LLP

David Schalko

Der österreichische Regisseur und Schriftsteller David Schalko wurde unter anderem durch den Film „Aufschneider“ mit Josef Hader und die ORF-Serien „Braunschlag“ und „Altes Geld“ bekannt. Sein vierter Roman „Schwere Knochen“ erschien 2018.

Thomas Böhm

Thomas Böhm ist Autor, Literaturkritiker und -vermittler und lebt in Berlin.

 
Ort: Diakoniezentrum WESER5, Weserstraße 5, 60329 Frankfurt
Eintritt: 7 €, Kombiticket mit Stadtführung 22 €, www.frankfurter-stadtevents.de/literaturm
Dominik Bloh

Dominik Bloh
© Ankerherz Verlag


Moderation: Nils Bremer
18 Uhr Stadtführung „Straßenblick“ mit Thomas Adam

Dominik Bloh ist gerade 16 Jahre alt, als er von seiner Mutter rausgeworfen wird. Fortan bestimmen die Suche nach einem Schlafplatz und der Kampf gegen Kälte und Hunger sein Leben. Es dauert über ein Jahrzehnt, bis er den Straßen Hamburgs endgültig entkommen ist. Geprägt sind die Jahre der Obdachlosigkeit von Demütigungen, Lügen und Gewalt, von Einsamkeit, aber auch Hoffnung. Das Schreiben hilft ihm, ein wenig Normalität zu wahren – und so sind ein Stift und ein Block seine ständigen Begleiter. In „Unter Palmen aus Stahl“ erzählt Bloh seine Geschichte.

Vor der Veranstaltung lädt die Stadtführung „Straßenblick“ ein, besondere Frankfurter Orte aus der Sicht eines ehemals Obdachlosen kennenzulernen. Die Einnahmen werden der Diakonie Frankfurt gespendet. Kombitickets für Lesung und Führung sind HIER erhältlich.

In Kooperation mit dem Diakoniezentrum WESER5 und Frankfurter Stadtevents

Dominik Bloh

Dominik Bloh arbeitet an einer Schule mit schwererziehbaren Jugendlichen und schreibt eine Kolumne für die Hamburger Morgenpost über Obdachlosigkeit. „Unter Palmen aus Stahl. Die Geschichte eines Straßenjungen“ erschien 2017.

Nils Bremer

Nils Bremer ist Chefredakteur vom Journal Frankfurt.

Mi · 6. Juni
 
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt
Eintritt: 7/5 €, Vorverkauf Deutsches Filmmuseum Reservierung: T 069 961 220 220

Großbritannien/Belgien 2016
R: Terence Davies
D: Cynthia Nixon, Jennifer Ehle, Keith Carradine 126 Min.
DCP OF

Wenig ist über die amerikanische Dichterin Emily Dickinson bekannt. Heute gilt sie als eine der einflussreichsten und originellsten Lyrikerinnen Amerikas; zu Lebzeiten wurden nicht einmal ein halbes Dutzend von ihren rund 1800 Werken veröffentlicht. In seiner eigenwilligen und stillen Biografie zeichnet der britische Regisseur Terence Davies den Werdegang der Dichterin nach, die ihr gesamtes Leben in ihrem Elternhaus in Massachusetts verbrachte und 1886 mit nur 55 Jahren an Nierenversagen verstarb. Der Film erzählt sowohl von den Jugendjahren Dickinsons, von teils humorvollen, teils bissigen Wortgefechten, als auch von ihrer zunehmenden Isoliertheit und Vereinsamung. Immer wieder erhalten dabei auch die Werke der Schriftstellerin selbst Raum zur Entfaltung und schaffen so eine Perspektive für die Innenwelt der Protagonistin.

In Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum

 
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Emmanuelle Loyer

Emmanuelle Loyer
© Claude Gassian / Flammarion



Moderation: Jean-Louis Georget
Übersetzung: Heidi Ruppert

261 mit persönlichen Aufzeichnungen gefüllte Kästen aus dem Nachlass von Claude Lévi-Strauss bildeten das Material, mit dem die Recherche zu einer beeindruckenden Biografie über den Begründer der strukturalistischen Ethnologie begann. In ihrem Opus Magnum zeichnet Emmanuelle Loyer sein Leben und Wirken nach, wahrt dabei aber stets die Grenzen zum Privaten. Präzise legt sie die Strukturen im Leben des großen Strukturalisten frei und zeigt, wie Abweichungen vom gängigen Schema einer akademischen Laufbahn – Lévi-Strauss’ Lehrtätigkeit in São Paulo oder seine Emigration in die USA – eine ganz neue Wissenschaft entstehen ließen.

In Kooperation mit dem Institut français Frankfurt/ Institut francoallemand IFRA und Morgan, Lewis & Bockius LLP

Emmanuelle Loyer

Emmanuelle Loyer ist Professorin für Zeitgeschichte an der grande école Sciences Po in Paris. Sie erhielt 2015 den französischen Literaturpreis Prix Fémina essai. „Lévi-Strauss“ erschien 2017.

Jean-Louis Georget

Jean-Louis Georget ist Professor an der Universität Sorbonne nouvelle Paris 3 und Gastprofessor für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt.

Heidi Ruppert

Heidi Ruppert ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin.

 
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Marcel Beyer

Marcel Beyer
© Jürgen Bauer


Moderation: Carolin Callies

Es ist ein Paradox: Während der Autor Francis Nenik selbst hinter einem Pseudonym verschwindet und nicht öffentlich auftritt, widmet er sich in seinem Schreiben umso eindringlicher Figuren der Zeitgeschichte. In seinem Roman „Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert“ (2018) erzählt Nenik von Hasso Grabner, der kommunistischer Widerstandskämpfer, KZ-Häftling, Wehrmachtssoldat, Wiederaufbauer der DDR, Schriftsteller und Bespitzelter war. Nach seinem Tod 1976 geriet er in Vergessenheit. Bis jetzt. Marcel Beyer, der eine CD zu Neniks Buch eingelesen hat, stellt uns den Autor vor, der sich hinter der Schrift verbirgt – mit Text, Bild und Ton.

In Kooperation mit text&beat und K&L Gates LLP

Marcel Beyer

Marcel Beyer wurde 2016 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen der Gedichtband „Graphit“ und der Essayband „Das blindgeweinte Jahrhundert“.

Carolin Callies

Die Lyrikerin Carolin Callies ist Teil von text&beat.

 
Ort: Burgvilla, Rödelbergweg 1, 65817 Eppstein
Eintritt: 10/7 €
Hans Pleschinski

Hans Pleschinski
© C.H. Beck


Moderation: Christian Preußer

Nach der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 liegt die Stadt in Schutt und Asche. Von einem Sanatorium in Loschwitz bricht der schwerkranke Gerhart Hauptmann in einem Konvoi zum Bahnhof auf. Hans Pleschinski erzählt in seinem neuen Künstlerroman „Wiesenstein“ (2018) von der dramatischen Flucht des Literaturnobelpreisträgers, die ihn samt Entourage geradewegs in Richtung der immer näher rückenden Ostfront führt. Das Ziel ist die luxuriöse Villa Wiesenstein in Niederschlesien. Während draußen der Krieg tobt, zieht sich Hauptmann hier in sein dichterisches Werk zurück. Dem Untergang seiner Welt wird er trotzdem nicht entkommen. 

In Kooperation mit der Burgvilla und dem Main-Taunus-Kreis

Tickets auch erhältlich bei:
Buchhandlung Sommer, Lenzhahner Weg 8, 65527 Niedernhausen
Eppsteiner Burglädchen, Burgstr. 39, 65817 Eppstein

Hans Pleschinski

Hans Pleschinski ist Schriftsteller und Direktor der Abteilung Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2013 erschien der Roman „Königsallee“ über eine Episode aus dem Leben Thomas Manns.

Christian Preußer

Christian Preußer ist Redakteur bei der Frankfurter Neuen Presse.

 
Ort: Galerie Kurzweil, Bismarckstraße 133 A, 64293 Darmstadt
Eintritt: 10 /5,80 € (Abendkasse 12 /6,80 €)
Dominik Bloh

Dominik Bloh
© Ankerherz Verlag


Moderation: Adrienne Schneider

Dominik Bloh ist gerade 16 Jahre alt, als er von seiner Mutter rausgeworfen wird. Fortan bestimmen die Suche nach einem Schlafplatz und der Kampf gegen Kälte und Hunger sein Leben. Es dauert über ein Jahrzehnt, bis er den Straßen Hamburgs endgültig entkommen ist. Geprägt sind die Jahre der Obdachlosigkeit von Demütigungen, Lügen und Gewalt, von Einsamkeit, aber auch Hoffnung. Das Schreiben hilft ihm, ein wenig Normalität zu wahren – und so sind ein Stift und ein Block seine ständigen Begleiter. In „Unter Palmen aus Stahl“ erzählt Bloh seine Geschichte.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt und Kulturfreunde Centralstation e.V.

Tickets auch erhältlich bei:
Buchhandlung Lesezeichen Britta, Liebfrauenstraße 69, 64289 Darmstadt

Dominik Bloh

Dominik Bloh arbeitet an einer Schule mit schwererziehbaren Jugendlichen und schreibt eine Kolumne für die Hamburger Morgenpost über Obdachlosigkeit. „Unter Palmen aus Stahl. Die Geschichte eines Straßenjungen“ erschien 2017.

Adrienne Schneider

Adrienne Schneider leitet das Literaturhaus Darmstadt.

 
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Jürgen Neffe

Jürgen Neffe
© Dirk Bleicker

Eva Weissweiler

Eva Weissweiler
© Horst Galuschka

Uwe Wittstock

Uwe Wittstock
© Lennart Wittstock


Moderation: Hans Sarkowicz

„Die Philosophen“, schreibt Karl Marx, „haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ Dabei zeigt sich nirgends so eindrücklich wie am Beispiel von Marx selbst, wie Analyse und Interpretation zu einer realen Macht anwachsen können. Auf seinen Gedanken wurden Staaten und Gesellschaften errichtet, in seinem Namen kämpfen Revolutionäre bis heute gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Doch wie haben sich sein Leben und Schreiben gegenseitig bedingt? Wer war dieser Mensch, der im Mai 2018 seinen 200. Geburtstag feiert? Und welches Verhältnis pflegte er zu Freunden, Konkurrenten und seiner Familie?

In Kooperation mit Morgan, Lewis & Bockius LLP

Jürgen Neffe

Nach viel gelobten Biografien über Einstein und Darwin veröffentlichte Jürgen Neffe 2017 „Marx. Der Unvollendete“.

Eva Weissweiler

Eva Weissweiler widmet sich in „Lady Liberty“ (2018) dem Leben und Wirken der jüngsten Marx-Tochter Eleanor.

Uwe Wittstock

Von Uwe Wittstock erschien 2018 „Karl Marx beim Barbier. Leben und letzte Reise eines deutschen Revolutionärs“.

Hans Sarkowicz

Hans Sarkowicz verantwortet das Ressort Kultur und Bildung bei hr2-kultur und ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Literaturgeschichte.

 
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP, Bockenheimer Landstraße 2 – 4, 60306 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Anthony McCarten

Anthony McCarten
© Privat



Moderation: Ulrich Sonnenschein
Lesung: Isaak Dentler

Mit seiner psychedelisch-jazzigen Abenteuerreise „On The Road“ hat Jack Kerouac 1957 die Bibel der Beat Generation geschrieben. Anthony McCarten inspiziert in seinem neuen Roman auch die Schattenseiten jenes Kultautors der Gegenkultur. Als ihn die junge Literaturstudentin Jan 1968 mit der Absicht aufsucht, seine Biografie zu schreiben, ist Kerouac von seiner Alkoholsucht bereits schwer gezeichnet. In den Briefen des verbitterten Mannes stößt sie auf ein unfassbares Geheimnis. Ist sie tatsächlich Kerouacs Tochter? Vielfach überschneiden sich in diesem Künstlerroman die Lebenslinien von Autor und Figur: „Von Kerouac lernte ich zu schreiben“, so McCarten. „Seine Engel und Dämonen waren meine eigenen.“ 

In Kooperation mit K&L Gates LLP

Anthony McCarten

Anthony McCarten gelang 2006 mit seinem Roman „Superhero“ der internationale Durchbruch. 2015 wurde er für sein Drehbuch zu „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ für einen Oscar nominiert. „Jack“ erschien 2018.

Ulrich Sonnenschein

Ulrich Sonnenschein ist Redakteur, Autor und Moderator bei hr2-kultur.

Isaak Dentler

Isaak Dentler ist Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und spielt seit 2014 im Frankfurter „Tatort“.

 
Ort: Haus der Deutschen Ensemble Akademie, Schwedlerstraße 2 – 4, 60314 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Nana Ekvtimishvili

Nana Ekvtimishvili
© Matthias Bothor

Davit Gabunia

Davit Gabunia
© Nata Sopromadze

Aka Morchiladze

Aka Morchiladze
© Nata Sopromadze




Musik: Ensemble Modern, Moderation: Doris Akrap
Lesung: Jochen Nix

Mit einer reichen Literaturgeschichte, die bis ins 5. Jahrhundert zurückreicht, vielen Lesern in Zentraleuropa aber kaum bekannt sein dürfte, wartet Georgien als diesjähriger Ehrengast der Frankfurter Buchmesse auf. Der Abend stellt drei renommierte Vertreter der zeitgenössischen georgischen Literatur vor, deren Romanfiguren ihren Weg im Spannungsfeld zwischen Tradition und Aufbruch und durch ein Gewirr sozialer und politischer Entwicklungen suchen.

In Kooperation mit dem Ensemble Modern, Georgian National Book Center und Georgia – Made by Characters / Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018

Nana Ekvtimishvili

Nana Ekvtimishvili ist Schriftstellerin und Filmregisseurin. Sie lebt in Berlin und Tiflis. „Das Birnenfeld“ erscheint im Juli.

Davit Gabunia

Davit Gabunia gilt als wichtigster jüngerer Dramatiker Georgiens. „Farben der Nacht“ erscheint im September.

Aka Morchiladze

Aka Morchiladze zählt zu den bekanntesten georgischen Autoren der Gegenwart. Sein Roman „Reise nach Karabach“ ist eines der meistgelesenen Werke der vergangenen drei Jahrzehnte in Georgien und erschien 2018 auf Deutsch.

Doris Akrap

Doris Akrap ist Kulturredakteurin bei der taz.

Jochen Nix

Jochen Nix ist Schauspieler und Sprecher.

Ensemble Modern

Das Ensemble Modern ist eines der weltweit führenden Ensembles für Neue Musik.

 
Ort: Parkside Studios, Friedhofstraße 59, 63065 Offenbach
Eintritt: 10/7 €
David Schalko

David Schalko
© Ingo Pertramer


Moderation: Thomas Böhm

„Der Tod, das muss ein Wiener sein“, sang Georg Kreisler vor vielen Jahren und brachte damit jenen Hang zum Morbiden, den seine Landsleute kultivieren, auf den Punkt. Ein scharfsinniger Erkunder des österreichischen Seelenlebens ist auch David Schalko. Mit „Schwere Knochen“ hat er eine blutrünstige Unterweltsaga voll schräger Figuren und skurriler Einfälle rund um den Gangsterboss Ferdinand Krutzler erdacht. Wobei „erdacht“ das falsche Wort sein mag, denn für den „Notwehr- Krutzler“, der im Wien der Nachkriegsjahre sein Unwesen treibt, soll es ein reales Vorbild geben. Alles nur ein Bluff oder ist der Roman doch mehr als eine wortgewaltige Räuberpistole? „Diese Geschichte ist bestimmt nicht wahr“, schreibt Schalko. „Aber so wird sie erzählt.“ 

In Kooperation mit den Parkside Studios

Tickets auch erhältlich bei:
bam Buchladen am Markt, Wilhelmsplatz 12, 63065 Offenbach
Steinmetz’sche Buchhandlung, Frankfurter Straße 37, 63065 Offenbach

David Schalko

Der österreichische Regisseur und Schriftsteller David Schalko wurde unter anderem durch den Film „Aufschneider“ mit Josef Hader und die ORF-Serien „Braunschlag“ und „Altes Geld“ bekannt. Sein vierter Roman „Schwere Knochen“ erschien 2018.

Thomas Böhm

Thomas Böhm ist Autor, Literaturkritiker und -vermittler und lebt in Berlin.

Do · 7. Juni
 
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Christophe Boltanski

Christophe Boltanski
© Julien Falsimagne



Moderation: Ruthard Stäblein
Lesung: Birgitta Assheuer

"Kaum ein Zimmer. Eher ein Weg. Eine Lücke, die nichts ähnelte.“ So beschreibt Christophe Boltanski, Sohn des Soziologen Luc Boltanski und Neffe des Künstlers Christian Boltanski, jenen Hohlraum unter der Treppe der Wohnung, in dem sich sein Großvater zwanzig Monate lang vor den Nazis versteckte. Danach war nichts mehr wie zuvor. Die Großeltern verlassen kaum noch ihr Haus in der schicken Pariser Rue de Grenelle und leben darin zunehmend wie die Clochards: waschen sich nicht, übernachten in Schlafsäcken, es gibt kaum etwas zu essen. Und doch schreibt Boltanski, der als Dreizehnjähriger zu den Großeltern zog und in ihre anti-bürgerliche Kommune hineinwuchs: „Ich bin nie so frei und glücklich gewesen wie in diesem Haus.“

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Christophe Boltanski

Der Journalist und Autor Christophe Boltanski ist Chefredakteur der Zeitschrift XXI. „Das Versteck“ (2017) ist sein erster Roman und wurde mit dem Prix Fémina ausgezeichnet.

Ruthard Stäblein

Ruthard Stäblein ist Journalist und Literaturredakteur bei hr2-kultur. Er schrieb ein Buch über „Die Kunst des Wartens“ und veröffentlichte verschiedene Hörbücher.

Birgitta Assheuer

Birgitta Assheuer ist Sprecherin für Rundfunk und Fernsehen.

 
Ort: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, 65183 Wiesbaden
Eintritt: 8 /5 € zzgl. Vorverkaufsgebühr (Abendkasse 11 /8 €)
Gert Loschütz

Gert Loschütz
© Bogenberger / Autorenfotos.com


Moderation: Christoph Schröder

„Ein schönes Paar“ ist das Werk eines großen literarischen Könners. Loschütz gelingt, was selten ist: über die Leben zweier Menschen so zu berichten, dass wir ihnen zwar nahe kommen, aber das Geheimnis ihrer Liebe nicht preisgegeben wird. Bei dem „schönen Paar“ handelt es sich kaum verhohlen um Loschütz’ eigene Eltern, die in den fünfziger Jahren aus der DDR fliehen und in einer Kleinstadt in Mittelhessen landen. Dort verlässt die Mutter die Familie. Erst nach dem Tod der Eltern erkennt der Sohn, dass die Eltern trotz ihrer Trennung ein Leben lang verbunden geblieben sind. Der autobiografisch grundierte Roman vermeidet die Eindeutigkeit des „So war es“ und überlässt es dem Leser, ob er diesen Roman auch als Entzauberung der großen Glücksversprechen des Westens liest. 

In Kooperation mit dem Literaturhaus Villa Clementine

Gert Loschütz

Gert Loschütz siedelte 1957 mit seinen Eltern in den Westen über. Er schreibt Prosa, Lyrik und Theaterstücke. Viele Jahre war er Gastdramaturg am Schauspiel Frankfurt. „Ein schönes Paar“ erschien 2018.

Christoph Schröder

Der Literaturkritiker Christoph Schröder schreibt unter anderem für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und die taz.

 
Ort: kunstbühne portstrasse, Hohemarkstraße 18, 61440 Oberursel
Eintritt: 10/7 €
Andreas Maier

Andreas Maier
© Alexander Paul Englert

Beate Tröger

Beate Tröger
© Sabine Schirdewahn

Moderation: Beate Tröger

Auf elf Bände hat Andreas Maier sein großes Selbsterkundungsprojekt „Ortsumgehung“ angelegt. In der Rolle des knapp vierzigjährigen Erzählers umkreist er die eigene Kindheit in der Wetterau und erinnert sein Heranwachsen inmitten einer Außenwelt, die zwar immer größer und weiter, aber doch zumeist als befremdlich empfunden wird. Nun ist mit „Die Universität“ (2018) der sechste Band erschienen und damit die Mitte des Romanzyklus erreicht: Andreas ist Philosophiestudent in Frankfurt, finanziert sein Leben mit der Pflege der betagten Gretel Adorno, doch kann er nicht von der Wetterau lassen. Das macht es nicht einfacher und das eigene Ich gerät heftig durcheinander.

In Kooperation mit LiteraTouren.kultur in oberursel e.V., der kunstbühne portstrasse und dem Hochtaunuskreis

Tickets auch erhältlich bei:
Buchhandlung von Nolting, Kumeliusstraße 3, 61440 Oberursel

Andreas Maier

Andreas Maier wuchs in Friedberg auf und lebt als Schriftsteller in Hamburg. Die Bände der „Ortsumgehung“ erscheinen seit 2010.

Beate Tröger

Beate Tröger ist Literaturkritikerin für Hörfunk und diverse Tages- und Wochenzeitungen.

 
Ort: Klingspor Museum, Herrnstraße 80, 63065 Offenbach
Eintritt: 10/7 €
Klaus Modick

Klaus Modick
© Isolde Ohlbaum


Moderation: Cécile Schortmann

Eduard von Keyserling ist einer der großen Unbekannten der deutschen Literatur. Zum 100. Todestag unternimmt Klaus Modick nun den Versuch einer Annäherung und füllt die Leerstellen im Leben des baltischen Grafen und Schriftstellers. Ausgangspunkt für seinen Roman ist ein spätes Porträt Keyserlings, das diesen bereits durch die Syphilis gezeichnet zeigt. Gemalt hat das Bild der impressionistische Künstler Lovis Corinth am Starnberger See. Dorthin war Keyserling mit den Künstlerfreunden Max Halbe und Frank Wedekind 1901 zur Erholung gereist. Und hier, in der Hitze des Sommers, holt ihn die Vergangenheit ein. Bruchstückhaft kommen die Erinnerungen an jenes schicksalshafte Ereignis vor 25 Jahren zurück, das ihn seiner Berufung als Dichter folgen ließ.

In Kooperation mit dem Klingspor Museum und dem Amt für Kultur- und Sportmanagement der Stadt Offenbach

Tickets auch erhältlich bei:
bam Buchladen am Markt, Wilhelmsplatz 12, 63065 Offenbach
Steinmetz’sche Buchhandlung, Frankfurter Straße 37, 63065 Offenbach

Klaus Modick

Klaus Modick ist Schriftsteller und Übersetzer. Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rheingau-Literaturpreis. „Keyserlings Geheimnis“ erschien 2018.

Cécile Schortmann

Cécile Schortmann ist Journalistin und moderiert das 3sat-Magazin „Kulturzeit“.

 
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Josef Winkler

Josef Winkler
© Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag


Moderation: Sigrid Löffler

In seinem neuen Roman kehrt Josef Winkler zurück nach Kamering, sein Kärntner Heimatdorf. Der Anlass ist eine unheimliche und verstörende Geschichte, die mit Schuld und Tod beladen ist: Auf dem Gemeinschaftsacker, den seine Eltern noch bewirtschafteten, wurde nach dem Krieg der Nazi-Massenmörder und SS-Mann Odilo Globocnik, Leiter der „Aktion Reinhardt“, verscharrt. Das Dorf aber schwieg und fraß die reiche Ernte. An dem kollektiven Schweigen entzündet sich ein typisch winklerscher Schreibfuror, der sich in drastischen, jenseitssüchtigen Bildern entlädt, die ihre Kraft der Imagination des eigenen Lebens verdanken.

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Josef Winkler

Josef Winkler veröffentlichte seit 1979 zahlreiche Romane. Er wurde 2008 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. „Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe“ erschien 2018.

Sigrid Löffler

Sigrid Löffler lebt als freie Literaturkritikerin in Berlin. Sie war Mitglied im „Literarischen Quartett“.

 
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt
Eintritt: 12/9 €
Linn Ullmann

Linn Ullmann
© Agnete Brun



Moderation: Margarete von Schwarzkopf
Lesung: Juliane Köhler

Von gleich drei, sehr verschiedenen Lieben erzählt Linn Ullmann in „Die Unruhigen“ (2018) – von der Liebe zwischen ihren Eltern, von ihrer Liebe zu den Eltern und von der Liebe zu Hammars, einem Küstenstreifen von skandinavischer Schönheit. Dort, zwischen dem Himmel, dem Meer und dem steinernen Boden, hatte sich der Vater, der berühmte Filmregisseur, ein Haus gebaut, dies war sein Sehnsuchtsort. Die Ruhe der Küste bildet einen harten Kontrast zur inneren Unruhe der Künstlereltern. Diese zeigt sich in den transkribierten Tonband- Gesprächen zwischen Vater und Tochter ebenso wie in den häufigen Partner- und Wohnortwechseln der Schauspieler- Mutter. „Um über wirkliche Personen zu schreiben, ist es notwendig, sie zu fiktionalisieren“, schreibt Ullmann in ihrem Roman.

In Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum

Linn Ullmann

Linn Ullmann ist Schriftstellerin und Journalistin. Als Kind spielte sie in mehreren erfolgreichen Kinofilmen mit.

Juliane Köhler

Die Schauspielerin Juliane Köhler spielte unter anderem in „Der Untergang“ die Rolle der Eva Braun.

Margarete von Schwarzkopf

Margarete von Schwarzkopf ist Journalistin und Autorin.

Fr · 8. Juni
 
Ort: ODDO BHF, Bockenheimer Landstraße 10, 60323 Frankfurt
Eintritt: 10/ 7 €
Durs Grünbein

Durs Grünbein
© Alexander Paul Englert


Moderation: Lothar Müller

Durs Grünbein erinnert sich in „Die Jahre im Zoo“ (2015) seiner Dresdner Kindheit und Jugend. In den sechziger Jahren in der Gartenstadt Hellerau mit ihrem ikonischen Festspielhaus aufgewachsen, zeugten dort nur mehr die Gebäude vom ehemaligen Geist der Reformbewegung. Das „mißglückte sächsische Utopia“ war längst „in Spießertum und Tristesse“ versunken. Spaziergänge entlang der Elbe an der Hand des Großvaters, die obligatorischen Besuche des Zwingers und die langen Straßenbahnfahrten durch eine noch von der Zerstörung gezeichnete Stadt prägen Grünbeins Erinnerungen: „Dresden, das war immer auch die geronnene Zeit.“ Mit seiner Autobiografie, einem eleganten Kaleidoskop aus Geschichten, Versen und Fotografien, ist ihm ein wunderbares Porträt seiner Heimatstadt geglückt.

In Kooperation mit ODDO BHF

Durs Grünbein

Durs Grünbein lebt als Dichter, Schriftsteller und Essay ist inRom und Berlin. Er erhielt unter anderem 1995 den Georg-Büchner-Preis.

Lothar Müller

Lothar Müller ist leitender Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung.

 
Ort: Westend Duo, Hengeler Mueller, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Ijoma Mangold

Ijoma Mangold
© Sebastian Hänel


Moderation: Christoph Schröder

Er ist einer der prominentesten Literaturkritiker Deutschlands. Geboren in Heidelberg, wächst Ijoma Mangold bei seiner alleinerziehenden Mutter im beschaulichen Dossenheim auf. Seinen nigerianischen Vater kennt er nur aus Erzählungen – und von einer einzigen Fotografie. So gern das Kind auch wie seine Freunde sein möchte, stets fällt es aus der Reihe. Der ungewöhnliche Vorname, das krause Haar, die dunklere Hautfarbe – Äußerlichkeiten, die auf seine gemischte Abstammung hinweisen. In seiner Autobiografie erinnert sich Mangold an seine Kindheits- und Jugendjahre, an das Gefühl des Anders- Seins und schließlich an die späte Begegnung mit der afrikanischen Familie.

In Kooperation mit Hengeler Mueller

Ijoma Mangold

Ijoma Mangold ist seit 2013 kulturpolitischer Korrespondent der Wochenzeitung Die Zeit. Zusammen mit Amelie Fried moderierte er die Literatursendung „Die Vorleser“ im ZDF. Er gehört zum Moderatoren-Quartett der SWR-Sendung „lesenswert“.„Das deutsche Krokodil“ erschien 2017.

Christoph Schröder

Der Literaturkritiker Christoph Schröder schreibt unter anderem für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und die taz.

 
Ort: Frankfurter Goethe-Haus , Großer Hirschgraben 23 – 25, 60311 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Barbara Stollberg-Rilinger

Barbara Stollberg-Rilinger
© Isolde Ohlbaum


Moderation: Jürgen Kaube

"Diese Figur, Maria Theresia, steht vor uns, nicht monumental aber plastisch, fremd aber wirklich. Mit einem Wort: Sie steht ganz vor uns. Wirklichkeit ergibt sich hier aus der Konsistenz einer Totalität von Kontexten“, so Laudator Jürgen Kaube über die Biografie von Barbara Stollberg-Rilinger, die nicht von ungefähr mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergebenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet wurde. Auf über eintausend Seiten legt sie das Leben und Wirken der bedeutendsten Herrscherin ihrer Zeit dar – und setzt damit en passant neue Maßstäbe in der Geschichtsschreibung.

In Kooperation mit dem Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift

Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts bezahlen den ermäßigten Eintritt.

Barbara Stollberg-Rilinger

Barbara Stollberg-Rilinger ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Münster. Ab Herbst 2018 leitet sie das Wissenschaftskolleg in Berlin. „Maria Theresia“ erschien 2017.

Jürgen Kaube

Jürgen Kaube ist Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und veröffentlichte 2014 eine Biografie des Soziologen Max Weber.

 
Ort: Haus am Dom , Domplatz 3, 60311 Frankfurt
Eintritt: 15/12 €
Dominique Horwitz

Dominique Horwitz
© Anke Neugebauer

Kabale und Liebe in Weimar: Theaterintendant Johannes Sander ist neu in der Stadt und inszeniert voll Leidenschaft die Opern „Der Freischütz“ und „Fidelio“. Doch die Kulturschickeria, voran der Chefredakteur der Lokalzeitung, will ihn unbedingt wieder loswerden. Dazu ist ihm jede infame Intrige recht. Aber ausgerechnet zwischen Sander und Christiane, der Frau des Journalisten, funkt es gewaltig. Und das ist nicht die einzige gefährliche Liebschaft im Schatten des Nationaltheaters. In der jungen Ehe von Sanders Freund Roman Kaminski kriselt es heftig. Als sich dann noch dessen Adoptivtochter das erste Mal heftig verliebt und Christiane spurlos verschwindet, gerät das Karussell der Gefühle so richtig in Fahrt. Lebensklug und mit viel Esprit erzählt Dominique Horwitz in „Chanson d’Amour“ (2018) von den ach so verschiedenen Spielarten der Liebe.

In Kooperation mit Kultur & Bahn e.V. und der Katholischen Akademie Rabanus Maurus

Dominique Horwitz

Dominique Horwitz ist Schauspieler, Regisseur und Sänger. Neben zahlreichen Filmrollen spielte er unter anderem am Thalia-Theater in Hamburg, am Berliner Ensemble, am Deutschen Theater in Berlin und am Schauspielhaus Zürich.

 
Ort: Weinbaumuseum , Wiesbadener Straße 1, 65239 Hochheim
Eintritt: 10/7 €
Eva Demski

Eva Demski
© Privat

1968, in dem Jahr der Massenproteste, Mao-Bibeln und sexuellen Experimente, zieht Eva Demski nach Frankfurt, zusammen mit ihrem späteren Mann, dem RAF-Anwalt Reiner Demski. Sie ist mittendrin im hitzigen Trubel jener Jahre, schreibt darüber ihren Roman „Scheintod“. Doch sie bleibt auch auf Distanz zum revolutionären Treiben, übersetzt lieber Daniel Guérins anarchistischen Klassiker „L’anarchisme“. Als Journalistin verfasst sie glühende Porträts über Schriftsteller und formt ihre Meisterschaft in der präzisen und humorvollen Beschreibung von Ereignissen und Personen. Zusammengetragen hat Demski ihren bunten Lebensbericht aus einer Sammlung an Briefen und Notizen, die sie in großen Koffern aufbewahrt. Diese trägt sie, stets Anarchistin geblieben, natürlich selbst.

In Kooperation mit dem Weinbaumuseum, der Stadt Hochheim und dem Main-Taunus-Kreis

Tickets auch erhältlich bei:
Buchhandlung Eulenspiegel, Weiherstraße 16, 65239 Hochheim am Main

Eva Demski

Eva Demski arbeitete als Journalistin beim Hessischen Rundfunk, insbesondere für das Kulturmagazin „titel, thesen, temperamente“,
und für das FAZ-Magazin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane und war unter anderem Stadtschreiberin von Bergen. „Den Koffer trag ich selber“ erschien 2017.

 
Ort: ODDO BHF, Bockenheimer Landstraße 10, 60323 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €

Ulrike Edschmid
©


Moderation: Heiner Boehncke

Eine Nachkriegskindheit in der Rhön, das Leben als junge Frau in Berlin mit Philip Werner Sauber, der in den politischen Untergrund ging und 1975 von der Polizei erschossen wurde, schließlich ihr Lebensgefährte, der durch einen Sturz querschnittsgelähmt war und wieder laufen lernte; es kann nur genau so gewesen sein, wie Ulrike Edschmid es in ihren wahrhaftigen und eindrücklichen Romanen beschreibt. Ein Erzählfluss, der Moment an Moment reiht, holt das Vergangene in die Gegenwart. Obwohl es ihr eigenes Leben ist, wahrt sie Distanz. Dieser Außenblick auf sich selber und die von einer feinen Melancholie grundierte, knappe und genaue Sprache erzeugen einen ungeheuren Sog. Mit Ulrike Edschmid ist eine Meisterin des autobiografischen Romans zu Gast bei literaTurm.

In Kooperation mit ODDO BHF

Ulrike Edschmid

Die Autorin Ulrike Edschmid lebt in Berlin. „Das Verschwinden des Philipp S.“ erschien 2013 und 2017 „Ein Mann, der fällt“.

Heiner Boehncke

Heiner Boehncke leitet das Rheingau Literaturfestival. Wie auch Ulrike Edschmid wuchs er in der Rhön auf.

 
Ort: Westend Duo, Hengeler Mueller, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Helmut Lethen

Helmut Lethen
© Mimi Poetz


Moderation: Lorenz Jäger

Mit seiner Vierer-Biografie „Die Staatsräte“ (2018) betritt Helmut Lethen das Terrain der Imagination. Im Zentrum stehen Repräsentanten der intellektuellen und künstlerischen Elite der Weimarer Republik, die sich für Glanz und Gloria an das NS-Regime verkauften: der Schauspielintendant Gustav Gründgens, der Dirigent Wilhelm Furtwängler, der Jurist Carl Schmitt und der Chirurg Ferdinand Sauerbruch: „Solitäre ihrer Zunft, Exzentriker in jedem Fall. […] Nach dem Krieg zehrten sie von der Behauptung ihrer Unschuld,“ so Lethen. Obwohl sie sich wohl nie getroffen haben, erzählt er von Begegnungen und Gesprächen der vier Egomanen. Der wissenschaftliche Biograf verwandelt sich mit diesen Episoden in den Romancier Lethen; eine interessante Volte des Genres Biografie.

In Kooperation mit Hengeler Mueller

Helmut Lethen

Helmut Lethen war Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Für „Der Schatten des Fotografen“ erhielt er 2014 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Sachbuch/Essayistik.

Lorenz Jäger

Lorenz Jäger leitete das Ressort Geisteswissenschaften der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2017 veröffentliche er eine Biografie über Walter Benjamin.

 
Ort: Frankfurter Goethe-Haus , Großer Hirschgraben 23 – 25, 60311 Frankfurt
Eintritt: 12/9 €
Martin Geck

Martin Geck
© Kai Kitschenberg



Musik: Axel Gremmelspacher
Lesung: Daniel Werner

Wer wirkte auf Beethoven und auf welche Dichter, Künstler und Philosophen wirkte er? Welche musikaffinen Adelsgenerationen zog er in seinen Bann? Und wer waren die Fixsterne in seinem Universum? Martin Geck nähert sich in seiner die Zeitläufe überspannenden wechselseitigen Wirkungsgeschichte der Person und dem Werk Beethovens auf ganz eigene Weise. Durch die Äußerungen und Analysen Dritter rückt uns Beethoven näher, seine Einmaligkeit manifestiert sich in unterschiedlichen Stimmen und über Generationen hinweg. Kein Komponist reagierte mit seinem Werk so intensiv auf das Politische seiner Zeit, keiner korrespondierte so stark mit den Geistesgrößen der Epoche. Das wirkt nach, bis heute. Ein Buch über das, was passiert, wenn Götter Funken schlagen.

In Kooperation mit dem Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift

Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts bezahlen den ermäßigten Eintritt.

Martin Geck

Der Musikwissenschaftler Martin Geck verfasste vielbeachtete Werke über Bach, Wagner und Mozart. „Beethoven“ erschien 2017.

Axel Gremmelspacher

Axel Gremmelspacher ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Daniel Werner

Daniel Werner ist Schauspieler und Sprecher.

 
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
Eintritt: 7/4 € (Abendkasse 8/5 €)
Elisabeth Bronfen

Elisabeth Bronfen
© Privat

Anna-Lisa Dieter

Anna-Lisa Dieter
© Privat

Daniel Schreiber

Daniel Schreiber
© Amy Patton

Silvia Tiedtke

Silvia Tiedtke
© Privat

„Radikales Denken“ (2017) ist das Markenzeichen von Susan Sontag – und der Titel eines kürzlich erschienenen Sammelbandes, der die ungebrochene Aktualität der Schriftstellerin, Publizistin und Kritikerin unter Beweis stellt. Mit den Herausgeberinnen Anna-Lisa Dieter und Silvia Tiedtke sprechen Elisabeth Bronfen und der Sontag-Biograf Daniel Schreiber über Werk und Wirkung der „Silberlocke“ (Monika Rinck).

In Kooperation mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm

Elisabeth Bronfen

Elisabeth Bronfen lehrt an der Universität Zürich englische Literatur. Seit 2007 ist sie zudem Global Distinguished Professor an der New York University.

Anna-Lisa Dieter

Anna-Lisa Dieter ist Literaturwissenschaftlerin und hat über Stendhal promoviert. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Hygiene-Museum in Dresden.

Daniel Schreiber

Der Journalist Daniel Schreiber publiziert in verschiedenen Zeitungen und Magazinen. 2007 veröffentlichte er die Susan-Sontag-Biografie „Geist und Glamour“.

Silvia Tiedtke

Silvia Tiedtke ist promovierte Germanistin. Zuletzt war sie als wissenschaftliche Koordinatorin an der LMU München tätig.

Sa · 9. Juni
 
Ort: Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe, Philippsruher Allee 45, 63454 Hanau-Kesselstadt
Eintritt: 8/6 €
Barbara Stollberg-Rilinger

Barbara Stollberg-Rilinger
© Isolde Ohlbaum


Moderation: Hans Sarkowicz

„Diese Figur, Maria Theresia, steht vor uns, nicht monumental aber plastisch, fremd aber wirklich. Mit einem Wort: Sie steht ganz vor uns. Wirklichkeit ergibt sich hier aus der Konsistenz einer Totalität von Kontexten“, so Laudator Jürgen Kaube über die Biografie von Barbara Stollberg-Rilinger, die nicht von ungefähr mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergebenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet wurde. Auf über eintausend Seiten legt sie das Leben und Wirken der bedeutendsten Herrscherin ihrer Zeit dar – und setzt damit en passant neue Maßstäbe in der Geschichtsschreibung. 

In Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Hanau

Tickets auch erhältlich bei:
Buchladen am Freiheitsplatz, Am Freiheitsplatz 10, 63450 Hanau

Barbara Stollberg-Rilinger

Barbara Stollberg-Rilinger ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Münster. Ab Herbst 2018 leitet sie das Wissenschaftskolleg in Berlin. „Maria Theresia“ erschien 2017.

Hans Sarkowicz

Hans Sarkowicz verantwortet das Ressort Kultur und Bildung bei hr2-kultur und ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Literaturgeschichte.

 
Ort: Städelschule , Dürerstraße 10, 60596 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Jakob Hein

Jakob Hein
© Susanne Schleyer


Moderation: Alf Mentzer

Im Herbst 1914, mitten im Krieg, besteigen ein Zirkusdirektor und vierzehn arabische Akrobaten am Berliner Anhalter Bahnhof den Fernzug nach Konstantinopel. Mit ihrer Hilfe soll der türkische Sultan dazu bewegt werden, den Dschihad gegen die Besatzer in den französischen und britischen Kolonien auszurufen, um so die Gegner des Deutschen Kaiserreichs zu schwächen. Tatsächlich gelingt die Täuschung und die falschen Artisten überqueren unbemerkt die Front. Jakob Hein beleuchtet in seinem ebenso klugen wie komischen Buch ein in Vergessenheit geratenes Kapitel der türkisch- deutschen Beziehungen und erzählt von einem wahren Schelm: Der junge Frankfurter Leutnant Edgar Stern hatte die Idee zu diesem wahnwitzigen Unternehmen und sprang als Zirkusdirektor auf den Zug auf. 

In Kooperation mit der Städelschule

Jakob Hein

Jakob Hein ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Psychiater. Gemeinsam mit Kurt Krömer trat er im eigenen Theaterstück „Johnny Chicago oder Super ist gar kein Ausdruck“ auf. „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“ erschien 2018.

Alf Mentzer

Alf Mentzer ist leitender Literaturredakteur und Redaktionsleiter Tagesprogramm bei hr2-kultur.

 
Ort: Archäologisches Museum , Frankfurt Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Hans-Ulrich Wiemer

Hans-Ulrich Wiemer
© Karoline Glasow


Moderation: Christian Geyer-Hindemith

Der Gotenkönig Theoderich war machtbesessen, skrupellos und grausam; ein Massen- und Verwandtenmörder, der seine Widersacher eigenhändig tötete. Bevor er sich zum Rex Italiae krönte und von Ravenna aus nicht nur Italien, sondern auch große Teile von Frankreich und Spanien beherrschte, war er einer von unzähligen Feldherren im kriegsgeschüttelten Mitteleuropa Ende des 5. Jahrhunderts. Vom Kaiser in Byzanz zum Heermeister berufen, um Westrom vor dem Untergang zu retten, ergriff Theoderich diese Chance und verhalf Italien zu einer fast dreißigjährigen Friedenszeit. Die Epoche, durch die der Althistoriker Hans-Ulrich Wiemer seinen Leser geleitet, galt lange verharmlosend als Völkerwanderungszeit. Seine Theoderich-Biografie lädt auch Laien dazu ein, sich mit einer der gewalttätigsten Perioden der europäischen Geschichte zu beschäftigen.

In Kooperation mit dem Archäologischen Museum Frankfurt

Hans-Ulrich Wiemer

Hans-Ulrich Wiemer ist Professor an der Universität Erlangen, und Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. „Theoderich der Große“ erschien 2018.

Christian Geyer-Hindemith

Christian Geyer-Hindemith ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 
Ort: Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm , Große Rittergasse 118, 60594 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
Angela Steidele

Angela Steidele
© Ben Chislett


Moderation: Stefan Mesch

Isabella, Mariana, Maria und Sibella sind nur einige ihrer Namen. Junge, wohlhabende Frauen, die eine Gemeinsamkeit haben: Anne Lister. Von ihr wurden sie begehrt, verführt, betrogen und schließlich verewigt. Denn Lister führte akribisch Tagebuch. Sie schrieb über Lust und Liebe im prüden präviktorianischen England, über die Intensität und Häufigkeit ihrer Orgasmen und die Probleme, die ihr Don-Juana-Leben mit sich brachte. Auch knapp 200 Jahre nach ihrem Tod ist Anne Lister noch eine große Frauenheldin. Zuletzt konnte das ihre Biografin Angela Steidele erfahren, der es erging wie all den anderen Frauen: „Erst hat sie mich verführt, dann betrogen.“ 

In Kooperation mit dem Hindemith Institut Frankfurt

Angela Steidele

Angela Steidele erforscht und erzählt historische Liebesgeschichten. Für ihr Romandebüt „Rosenstengel“ erhielt sie 2015 den Bayerischen Buchpreis. „Anne Lister“ erschien 2017.

Stefan Mesch

Stefan Mesch ist freier Literaturkritiker und arbeitet unter anderem für ZEIT Online, den Tagesspiegel und Deutschlandradio Kultur.

 
Ort: Städelschule , Dürerstraße 10, 60596 Frankfurt
Eintritt: 10/7 €
David Foenkinos

David Foenkinos
© Privat



Moderation: Eva-Maria Magel
Lesung: Stéphane Bittoun

„Imagine all the people / Living life in peace“ – Frieden suchte John Lennon auch für sich selbst. Dafür legte er sich zwischen 1975 und 1980 auf die Couch eines Psychoanalytikers. David Foenkinos lässt ihn sprechen: über seine Schaffens- und Sinnkrise, über die Wunden der eigenen Kindheit und die Versäumnisse bei seinem Sohn Julian; über die Liebe zu Yoko und über seine Träume. Am Vorabend seiner Ermordung ist Lennon ein letztes Mal bei seinem Analytiker: „Ich fange noch mal neu an. Noch mal ganz von vorn.“ 

In Kooperation mit der Städelschule

David Foenkinos

Der Schriftsteller und Drehbuchautor David Foenkinos lebt und arbeitet in Paris. Sein Buch „Nathalie küsst“ avancierte zum Welterfolg und wurde von Foenkinos selbst mit Audrey Tautou in der Hauptrolle verfilmt. 2015 veröffentlichte er die mehrfach ausgezeichnete Romanbiografie über Charlotte Salomon. Sein Roman „Lennon“ erschien 2018.

Eva-Maria Magel

Eva-Maria Magel ist Kulturredakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung
.

Stéphane Bittoun

Stéphane Bittoun ist Schauspieler und Sprecher und lebt in Frankfurt.

 
Ort: Stadtbibliothek Bad Vilbel , Niddaplatz 2, 61118 Bad Vilbel
Eintritt: 10/7 €
Ijoma Mangold

Ijoma Mangold
© Sebastian Hänel

Er ist einer der prominentesten Literaturkritiker Deutschlands. Geboren in Heidelberg, wächst Ijoma Mangold bei seiner alleinerziehenden Mutter im beschaulichen Dossenheim auf. Seinen nigerianischen Vater kennt er nur aus Erzählungen – und von einer einzigen Fotografie. So gern das Kind auch wie seine Freunde sein möchte, stets fällt es aus der Reihe. Der ungewöhnliche Vorname, das krause Haar, die dunklere Hautfarbe – Äußerlichkeiten, die auf seine gemischte Abstammung hinweisen. In seiner Autobiografie erinnert sich Mangold an seine Kindheits- und Jugendjahre, an das Gefühl des Anders- Seins und schließlich an die späte Begegnung mit der afrikanischen Familie. 

In Kooperation mit der Stadt Bad Vilbel und dem Wetteraukreis

Tickets auch erhällich bei:
Das Buch, Frankfurter Str. 94, 61118 Bad Vilbel
Büchergalerie, Frankfurter Str. 24, 61118 Bad Vilbel

Ijoma Mangold

Ijoma Mangold ist seit 2013 kulturpolitischer Korrespondent der Wochenzeitung Die Zeit. Zusammen mit Amelie Fried moderierte er die Literatursendung „Die Vorleser“ im ZDF. Er gehört zum Moderatoren-Quartett der SWR-Sendung „lesenswert“.„Das deutsche Krokodil“ erschien 2017.

So · 10. Juni
 
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
Eintritt: 7/4 € (Abendkasse 8 /5 €)
Rudi Deuble

Rudi Deuble
© Privat

Alexander Losse

Alexander Losse
© Suhrkamp Verlag

Beate Tröger

Beate Tröger
© Sabine Schirdewahn


Moderation: Harry Oberländer

Am heutigen 10. Juni wäre Peter Kurzeck 75 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass macht der Stroemfeld Verlag der Leserschaft ein Geschenk: die Herausgabe des Romanfragments „Der vorige Sommer und der Sommer davor“ (2018) aus dem Nachlass Peter Kurzecks. Für seine Lektoren Rudi Deuble und Alexander Losse sowie die Literaturkritikerin Beate Tröger Grund genug, um nicht nur zu feiern, sondern auch zurückzuschauen auf das Schreiben und die Texte von einem, der viel zu früh gegangen ist. 

In Kooperation mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm

Rudi Deuble

Rudi Deuble war langjähriger Lektor Peter Kurzecks im Stroemfeld Verlag und verwaltet dessen Nachlass.

Alexander Losse

Alexander Losse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen. Von 2005 bis 2016 war er Lektor im Stroemfeld Verlag.

Beate Tröger

Beate Tröger ist Literaturkritikerin für Hörfunk und diverse Tages- und Wochenzeitungen.

Harry Oberländer

Harry Oberländer ist Schriftsteller und Journalist. Bis 2015 leitete er das Hessische Literaturforum.

 
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt
Eintritt: 12/9 €
Gretchen Dutschke

Gretchen Dutschke
© Lune Dutschke

Milan Horáček

Milan Horáček
© Jaroslav Sonka

Wolfgang Kraushaar

Wolfgang Kraushaar
© Sacha Hartgers


Moderation: Bernd Messinger

1968 – das steht nicht nur für eine Generation, das markiert eine Zeitenwende. Ein Jahr der Revolte, nicht nur in Frankfurt. Mittendrin: Rudi Dutschke, politischer Aktivist und Wortführer der Studentenbewegung. Sein charismatischer Auftritt, seine scharfe Rhetorik und seine schillernde Persönlichkeit machten ihn für die einen zur Leit-, für die anderen zur Hassfigur. In ihrem 2018 erschienenen Buch „1968. Worauf wir stolz sein dürfen“ erinnert sich Dutschkes Witwe Gretchen an die gemeinsamen Jahre und bilanziert die Erfolge der 68er-Bewegung. 

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Gretchen Dutschke

Gretchen Dutschke hat eine Biografie über ihren Ehemann verfasst und ist zudem die Herausgeberin seiner Tagebücher.

Milan Horáček

Milan Horáček emigrierte nach den Ereignissen des Prager Frühlings nach Westdeutschland und war ein enger Freund der Familie Dutschke.

Wolfgang Kraushaar

Der Politologe Wolfgang Kraushaar hat zahlreiche Werke zur 68er-Bewegung und zur deutschen Zeitgeschichte verfasst. Zuletzt erschien 2017 „Die blinden Flecken der RAF“.

Bernd Messinger

Bernd Messinger veröffentlichte gemeinsam mit Claus-Jürgen Göpfert das Buch „Das Jahr der Revolte“.

 
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt
Eintritt: 19/12 €
Jakob Augstein

Jakob Augstein
© Franziska Sinn

Martin Walser

Martin Walser
© Karin Rocholl

Wie ist das eigentlich, wenn etwas, das man immer dachte, plötzlich nicht so ist? Wenn der, den man für den Vater hielt, zwar ein Vater ist, aber ganz anders als gedacht? Und wenn die, um die es hier geht, nicht zwei gänzlich Unbekannte sind, sondern der Sohn ein angesehener Journalist und der Vater ein berühmter Schriftsteller, ja gar einer der bedeutendsten des Landes? In ihrem gemeinsamen Buch „Das Leben wortwörtlich. Ein Gespräch“ (2017) suchen Martin Walser und Jakob Augstein nach dem, was sie verbindet, sprechen über gemeinsame Bekannte, über Kindheit und eine beiden sehr vertraute Frau. Der fesselnde Versuch einer Annäherung. 

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Jakob Augstein

Jakob Augstein ist Chefredakteur der Wochenzeitung der freitag und Kolumnist bei Spiegel Online. Seit 2011 moderiert er gemeinsam mit Nikolaus Blome die Phoenix-Diskussionssendung „Augstein und Blome“.

Martin Walser

Martin Walser ist eine der großen Stimmen der deutschen Nachkriegsliteratur. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und Theaterstücke und erhielt 1955 den Preis der Gruppe 47, 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.