• Synke Köhler © privat
  • Enno Stahl © Kirsten Adamek
  • Jörg Sundermeier © Nane Diehl

Moderation: Jörg Sundermeier

Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum hat nun auch die Hauptstadt erreicht. Viertel wie der Prenzlauer Berg oder Neukölln, in denen sich früher Bohemiens und urbane Dörfler durchlavierten, werden erst saniert und sind dann unbezahlbar. Es findet ein Verdrängungsprozess statt, der zu sozialen Verwerfungen führt – irgendwann ist auch die letzte Plattenbausiedlung gentrifiziert. Unterlegt von historischen Exkursen erzählt Enno Stahl in seinem Roman Sanierungsgebiete von den Folgen dieser Entwicklung am Beispiel von vier waschechten Prenzlberger*innen, wohingegen Synke Köhler in Die Entmieteten die Verdrängung von Altmieter*innen aus einem Haus schildert, das der Investor abreißen lassen will.

In Kooperation mit Tishman Speyer

Synke Köhler schreibt Prosa und Lyrik. Sie lebt in Berlin-Friedrichshain, wo sie inzwischen selbst von Verdrängung bedroht ist und unfreiwillig zur Mietaktivistin avanciert. Die Entmieteten (Satyr) erschien 2019.
Enno Stahl ist Schriftsteller und Journalist. Er tritt auch als Organisator von Literaturveranstaltungen und Kurator von Ausstellungen in Erscheinung. Sanierungsgebiete (Verbrecher Verlag) erschien 2019.
Jörg Sundermeier ist Gründer und Verleger des in Berlin ansässigen Verbrecher Verlags und schreibt unter anderem für die taz, die Berliner Zeitung und die Jungle World.
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