Veranstaltungen

Mi 1. Juni
Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Vernissage
Dienstag, 31. Mai 19 Uhr

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Kaisersaal im Frankfurter Römer
Ort: Kaisersaal im Frankfurter Römer
Römerberg 23
60311 Frankfurt am Main
Eintritt: : frei – begrenztes Kartenkontingent bei der Bürgerberatung im Frankfurt-Forum, Römerberg 32, ab 17. Mai

Katharina Hacker, Monika Rinck & Ensemble Modern
Lesungskonzert zur Eröffnung von literaTurm 2016

Musikalische Konzeption: Hermann Kretzschmar

Eröffnet wird literaTurm in diesem Jahr mit einer veritablen Uraufführung: Auf Einladung des Festivals haben Katharina Hacker und Monika Rinck gemeinsam mit Hermann Kretzschmar vom Ensemble Modern ein Lesungskonzert konzipiert, das sie auf die Bühne des Kaisersaals bringen.

Mit Katharina Hacker und Monika Rinck kommen für dieses Projekt zwei renommierte Schriftstellerinnen zusammen, die für musikalisch-literarische Entgrenzungen prädestiniert sind. In ihrem Schreiben verortet im Hier und Jetzt, präferieren sie jedoch unterschiedliche Genres. Für Monika Rinck ist es das Gedicht, das „auf eine vertrackte und offensichtliche Weise der Gegenwart“ entspricht. Das poetische Denken hat sie zuletzt in dem Essayband „Risiko und Idiotie“ (kookbooks) in einer Tiefe und Kühnheit ausbuchstabiert, die beim Leser geistige Ekstasen erzeugen. Diese alle Zonen des Gehirns anregenden Essays sind Teil eines Werkes, in dem das Performative schon angelegt ist. Für ihre „interdisziplinären wie intermedialen Grenzüberschreitungen, die sie als Meisterin aller Tonlagen zeigen“, erhielt sie 2015 den Kleist-Preis. Katharina Hacker hat dagegen in der Prosa eine Form gefunden, in der sie immer wieder neu und anders von der Zerrissenheit und Unruhe der Menschen in Tel Aviv, Berlin oder London erzählt. Von ihrem Debütroman „Der Bademeister“ (Suhrkamp) bis hin zu „Skip“ (S. Fischer) ist die Shoah als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts so etwas wie eine historische DNA, die noch die zweite Generation nach 1945 prägt. Der Kaisersaal, in dem diese Uraufführung stattfindet, ist der Ort, wo Katharina Hacker 2006 den Deutschen Buchpreis erhielt.

In Kooperation mit dem Ensemble Modern 

Katharina Hacker
Katharina Hacker ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie studierte Judaistik und verbrachte mehrere Jahre in Israel.

Monika Rinck
Monika Rinck machte als Lyrikerin, Essayistin, Übersetzerin und Performerin auf sich aufmerksam. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Ensemble Modern
Das Ensemble Modern, 1980 gegründet und seit 1985 in Frankfurt am Main beheimatet, ist eines der weltweit führenden Ensembles für Neue Musik.

Hermann Kretzschmar
Der Pianist und Komponist Hermann Kretzschmar ist seit 1985 Mitglied des Ensemble Modern. Im Juni erscheint im Hörverlag Hamburg der Roman „Manhatten Transfer“ von Don Passos, den er zusammen mit Leonard Koppelmann bearbeitet hat.

Do 2. Juni
Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro

Autoteatro-Performance von Tim Etchells und Ant Hampton
The Quiet Volume

„The Quiet Volume“ erforscht die Spannung, die Bibliotheken rund um die Welt vereint: Diese Mischung aus Stille und Konzentration, in der Menschen in ihrer jeweils ganz individuellenArt in Bücher versinken. Zu zweit sitzen die Besucher im Lesesaalder Deutschen Nationalbibliothek und werden dort zum Teil einer interaktiven Performance. Vor ihnen liegt ein Stapel Bücher, um sie herum nimmt der gewöhnliche Bibliotheksbetrieb seinen Gang. Geflüsterte und schriftliche Hinweise eröffnen ihnen einen Weg durch die Buchseiten – und lassen sie die intime Erfahrung der Lektüre miteinander auf einzigartige Weise neu erleben.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zeiten
Donnerstag, 2. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 3. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Juni 14 – 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 10. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 11. Juni 14 – 17 Uhr

Teilnahme für je zwei Personen innerhalb der angegebenen Zeiten alle 20 Minuten – Vorverkauf empfohlen.

Sprecher Inti Otto, Lars Rudolph, Andreas Schröders
Ton TiTo Toblerone
Deutsche Übersetzung Karen Witthuhn / Transfiction
Künstlerische Projektleitung Katja Timmerberg

Entwickelt für Ciudades Paralelas, eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schauspielhaus Zürich, Goethe-Institut Warschau und Teatr Nowy. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Buenos Aires. Mit der Unterstützung von Arts center Vooruit, Belgien.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Tim Etchells
Tim Etchells ist ein britischer Schriftsteller, Performer und Lichtkünstler. Seine Neoninstallation „the future will be confusing“ ist am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main angebracht.

Ant Hampton
Der britische Theatermacher Ant Hampton gründete 1998 die Performance-Gruppe Rotozaza. Zusammen mit Tim Etchell konzipierte und inszenierte er die Autoteatro-Performance „The Quiet Volume“.  

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Ulrich Peltzer, Monika Rinck & Marcus Steinweg
Entgrenzungen

Entgrenzungen sind vorprogrammiert, wenn sich drei Ekstatiker des Denkens auf offener Bühne zum Austausch treffen. Weder ein Thema noch ein Moderator begrenzen den freien Lauf ihrer Gedanken, die sich wechselseitig ins Weite und ins Tiefe treiben. Eines aber kann man bei Monika Rinck, Ulrich Peltzer und Marcus Steinweg ausschließen: Irrelevanz!

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A

Ulrich Peltzer
Ulrich Peltzers jüngster Roman „Das bessere Leben“ (S. Fischer) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2015 und wurde mit dem Marieluise-Fleißer-Preis, dem Peter-Weiss-Preis und dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet.

Monika Rinck
Monika Rinck machte als Lyrikerin, Essayistin, Übersetzerin und Performerin auf sich aufmerksam. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Marcus Steinweg
Der Philosoph Marcus Steinweg arbeitet unter anderem mit dem Installationskünstler Thomas Hirschhorn zusammen. Zuletzt erschien 2015 das Buch „Evidenzterror“ (Matthes & Seitz).

Frankfurt am Main
Metzler-Saal im Städel Museum
Ort: Metzler-Saal im Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
Eintritt: Limitierter Vorverkauf 12 Euro / Abendkasse 14 Euro. Das Ticket berechtigt bereits zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn zum Besuch des Museums inkl. der aktuellen Sonderausstellung.

Brigitte Kronauer, Martin Mosebach & Ernst Osterkamp
Das Bild im Roman

Moderation: Lothar Müller

Romane sind ein exzellent bestücktes Museum der Bildkunst. Ob der Torso des Apoll oder eine Videoinstallation von Renée Green, das Spektrum der Kunstwerke, die in Romane einfließen, scheint grenzenlos. „Im Buchstabenbilde“ nennt der Berliner Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp das Phänomen, bei dem ein visuelles Kunstwerk, sei es Bild oder Film, nicht nur beschrieben, sondern in Literatur verwandelt wird. Die ekphratische Kunst der „verbal representation of visual representation“ hat eine bis in die Antike reichende Tradition. Der Leser ist bei ihr einem ständigen Oszillieren zwischen Bild und Text ausgesetzt. Die aktuelle Debatte um die literarische Bildbeschreibung kreist vor allem um die sich darin manifestierende Intermedialität. Doch wie deuten zwei distinkte Ekphratiker wie Brigitte Kronauer und Martin Mosebach die hohe Kunst der poetischen Bildbeschreibung? Ist sie ihnen ein Phänomen künstlerischer Entgrenzung?

Brigitte Kronauer
Brigitte Kronauer hat für ihre Romane und Erzählungen zahlreiche Literaturpreise erhalten, unter anderem den Georg-Büchner-Preis und den Jean-Paul-Preis. Im Herbst 2016 erscheint ihr neuer Roman „Der Scheik von Aachen“ (Klett-Cotta).

Martin Mosebach
Neben seinen vielbeachteten Romanen veröffentlicht der Büchner-Preisträger Martin Mosebach Opernlibretti, Essays zu Literatur und Kunst, Drehbücher und Theaterstücke. Zuletzt veröffentlichte er 2014 den Roman „Das Blutbuchenfest“ (Hanser), im August erscheinen „Das Leben ist kurz – Zwölf Bagatellen“ sowie der Roman „Mogador“ (beide Rowohlt).

Ernst Osterkamp
Ernst Osterkamp ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Lothar Müller
Lothar Müller ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.

Frankfurt am Main
Literaturhaus Frankfurt
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main
Eintritt: 7 / 4 Euro

Björn Bicker
Was glaubt ihr denn – Urban Prayers

Moderation: Eren Güvercin

Ein Buch als große Recherche und wuseliger Chor der Gläubigen. Globalisierung, Migration und der gleichzeitige Verlust von Bindungen haben aus unseren Städten Orte der Vielfalt gemacht, religiöse Megacitys. Aber was glauben die Menschen? Glauben sie, dass ihr Glaube Privatsache ist oder gar politisch? Glauben sie an die Freiheit der Andersdenkenden? Wer glaubt an eine bessere Welt? An Demokratie und Rechtsstaat? Björn Bicker lässt sie alle zu Wort kommen: den Bruder, den DHL-Boten, die Lehrerin, die Journalistin. Es geht um renitente Jugendliche, um soziales Engagement, um Einwanderung, um Heimat, um falsche und echte Bilder und den Traum vom wahren Leben. 

In Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt

Björn Bicker
Björn Bicker ist Autor und Dramaturg. Seine Arbeiten behandeln häufig Gegenwart und Zukunft der europäischen Einwanderungsgesellschaften. „Was glaubt ihr denn“ (Kunstmann) erschien im Frühjahr 2016.

Eren Güvercin
Eren Güvercin ist Journalist und Mitglied im Beirat des Forums für offene Religionspolitik.

Kronberg im Taunus
Burg Kronberg
Ort: Burg Kronberg
Schlossstraße 10-12
61476 Kronberg im Taunus
Eintritt: 8 / 6 Euro

Thomas Glavinic
Der Jonas-Komplex

Moderation: Ulrich Sonnenschein

Drei Geschichten verknüpft Thomas Glavinic in „Der Jonas-Komplex“ (S. Fischer) zu einem furiosen Abenteuerroman rund um die Grundfragen der menschlichen Existenz – Wer bin ich? Wer will ich sein? Und lohnt sich das alles überhaupt? Es treten auf: Ein kokainistischer, sexbesessener Schriftsteller, der mit dem Anwalt der Hells Angels um die Häuser zieht. Ein reicher Erbe, der auf Drängen seiner großen Liebe eine waghalsige Reise zum Südpol unternimmt. Ein dreizehnjähriges Schachgenie, das in der Steiermark Gespenster sieht.

In Kooperation mit der Stiftung Burg Kronberg und dem Hochtaunuskreis

Thomas Glavinic
Thomas Glavinic lebt in Wien und hat sich als Verfasser von Romanen, Essays, Erzählungen, Hörspielen und Reportagen einen Namen gemacht. Sein Roman „Das bin doch ich“ (Hanser) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis
2007.

Ulrich Sonnenschein
Ulrich Sonnenschein ist Redakteur, Autor und Moderator bei hr2-kultur.

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Leonhard Koppelmann, Armin Petras & Frank Witzel
Adaptionen — „Die Erfindung …“ als Roman, Drama und Hörspiel

Moderation: Alf Mentzer

Ein 800 Seiten dichtes Erzählgewebe rund um einen manischdepressiven Teenager im Jahr 1969 und dann das: zwei Stunden Bühnenspektakel mit einer Post-Punk-Band. So jüngst geschehen bei der Dramatisierung von Frank Witzels opulentem BRD-Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ (Matthes & Seitz) an der Berliner Schaubühne. Klar ist, dass Adaptionen immer auch Transformationen sind. Doch was genau passiert mit einem Roman, wenn er dramatisiert wird? Was steht dabei im Zentrum, die erzählte Welt, sein Plot, seine Figuren, seine Dialoge oder sein „Spirit“? Ist der Text nur mehr noch Urfassung, eine Art Steinbruch, aus dem ein neues Werk geschlagen wird? Und ist die andere Rahmung, sei es Bühne oder Radio, ein Freibrief für Entgrenzungen aller Art?

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A

Leonhard Koppelmann
Leonhard Koppelmann führt die Regie in der Hörspielfassung von „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“, die der Bayerische Rundfunk produziert.

Armin Petras
Der Intendant des Stuttgarter Schauspiels Armin Petras hat „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ an der Berliner Schaubühne inszeniert.

Frank Witzel
Frank Witzel ist Musiker und Schriftsteller und lebt in Offenbach am Main. Für „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ wurde er 2015 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Alf Mentzer
Alf Mentzer leitet die Literaturredaktion von hr2-kultur.

Frankfurt am Main
Gallus Theater
Ort: Gallus Theater
Kleyerstraße 15
60326 Frankfurt am Main
Eintritt: 12 / 10 Euro

Christian Brückner, Franziska Junge, Judith Rosmaier & Band
Irres Licht

Musikalisches Hörstück von Uwe Dierksen und Matthias Göritz

Musik und Realisation: Uwe Dierksen

Uwe Dierksen, Musiker und Komponist, und der Schriftsteller Matthias Göritz haben gemeinsam ein Libretto für ein musikalisches Hörstück erarbeitet. Die Schauspieler Christian Brückner, Franziska Junge und Judith Rosmair führen es in Begleitung einer Band bei literaTurm live auf. Erzählt wird in assoziativen Bildfolgen die Erinnerungsreise eines Mannes, die einem Drogentrip gleicht. „Unser Hörstück berührt die Schichten einer Zwischenwelt, in der wir mehr sind als Träume – und spielt dabei frei mit Motiven aus William S. Burroughs’ ‚Naked Lunch‘, Versen von E. A. Mares und dem Gedichtzyklus ‚Delirium Waltz‘ von Mark Strand“, so die beiden Autoren.

Das Konzert beruht auf dem gleichnamigen Hörspiel, Produktion: SWR2 Südwestrundfunk 2014.

In Kooperation mit dem Gallus Theater

Christian Brückner
Der Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher Christian Brückner gehört zu den bekanntesten Stimmen Deutschlands. Er wurde für „herausragende Sprecherleistungen“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Judith Rosmair
Judith Rosmair lebt als freie Schauspielerin in Berlin und wirkte an zahlreichen Fernseh- und Theaterproduktionen mit. 2015 spielte sie die Rolle der Kriemhild bei den Nibelungenfestspielen Worms.

Matthias Göritz
Der Lyriker und Romanautor Matthias Göritz hat „Archiv der toten Seelen“ aus dem Slowenischen übersetzt. 2015 erschien „Shanghai Blues“ (Edition Faust) mit Fotoarbeiten von Vanja Vukovic.

Uwe Dierksen
Uwe Dierksen ist Posaunist des Ensemble Modern und spielte unter anderem mit dem Österreichischen Sinfonieorchester, dem Niederländischen Rundfunkorchester und dem Konzertorchester Lissabon. Als Komponist schreibt er Stummfilmmusik im Auftrag von ZDF, Arte und der Murnau Stiftung.

Franziska Junge
Franziska Junge ist Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und spielte in mehreren Fernsehfilmen mit, zuletzt 2015 in der Tatortfolge „Wer bin ich?“.

Fr 3. Juni
Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro

Autoteatro-Performance von Tim Etchells und Ant Hampton
The Quiet Volume

„The Quiet Volume“ erforscht die Spannung, die Bibliotheken rund um die Welt vereint: Diese Mischung aus Stille und Konzentration, in der Menschen in ihrer jeweils ganz individuellenArt in Bücher versinken. Zu zweit sitzen die Besucher im Lesesaalder Deutschen Nationalbibliothek und werden dort zum Teil einer interaktiven Performance. Vor ihnen liegt ein Stapel Bücher, um sie herum nimmt der gewöhnliche Bibliotheksbetrieb seinen Gang. Geflüsterte und schriftliche Hinweise eröffnen ihnen einen Weg durch die Buchseiten – und lassen sie die intime Erfahrung der Lektüre miteinander auf einzigartige Weise neu erleben.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zeiten
Donnerstag, 2. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 3. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Juni 14 – 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 10. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 11. Juni 14 – 17 Uhr

Teilnahme für je zwei Personen innerhalb der angegebenen Zeiten alle 20 Minuten – Vorverkauf empfohlen.

Sprecher Inti Otto, Lars Rudolph, Andreas Schröders
Ton TiTo Toblerone
Deutsche Übersetzung Karen Witthuhn / Transfiction
Künstlerische Projektleitung Katja Timmerberg

Entwickelt für Ciudades Paralelas, eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schauspielhaus Zürich, Goethe-Institut Warschau und Teatr Nowy. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Buenos Aires. Mit der Unterstützung von Arts center Vooruit, Belgien.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Tim Etchells
Tim Etchells ist ein britischer Schriftsteller, Performer und Lichtkünstler. Seine Neoninstallation „the future will be confusing“ ist am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main angebracht.

Ant Hampton
Der britische Theatermacher Ant Hampton gründete 1998 die Performance-Gruppe Rotozaza. Zusammen mit Tim Etchell konzipierte und inszenierte er die Autoteatro-Performance „The Quiet Volume“.  

Frankfurt am Main
BHF-Bank
Ort: BHF-Bank
Bockenheimer Landstraße 10, 21. Stock
60323 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Guntram Vesper
Frohburg

Mit seinem Opus Magnum kehrt Guntram Vesper zurück an den Ursprung, dorthin, wo alles begann. In der sächsischen Kleinstadt Frohburg kam der Schriftsteller während des Krieges zur Welt, hier durchlebte er Kindheit und Jugend. Und hier nun, beim unmittelbar Erlebten und Erinnerten, nimmt der Roman „Frohburg“ (Schöffling & Co.) seinen Anfang, porträtiert Land und Leute – und zieht von dort aus immer weitere Kreise, erschließt Politik, Kultur und Gesellschaft einer ganzen Epoche. Ein monumentales Geschichtspanorama, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2016.

In Kooperation mit der BHF-Bank

Guntram Vesper
Guntram Vesper ist Roman- und Hörspielautor, Lyriker und Essayist. 1967 las er auf dem letzten Treffen der Gruppe 47. Sein umfangreiches Werk wurde vielfach prämiert.

Klaus Schöffling
Klaus Schöffling ist Verleger und Vorsitzender des Vereins Frankfurt liest ein Buch.

Frankfurt
Haus des Buches
Ort: Haus des Buches
Braubachstraße 16
60311 Frankfurt
Eintritt: 8 / 6 Euro

Héctor Abad
La Oculta

Moderation: Corinna Santa Cruz
Deutsche Lesung: Jochen Nix

„La Oculta“, „Die Verborgene“ – das ist die Finca einer kolumbianischen Familie in den Bergen, nicht weit von Medellín. Als Ana Ángel stirbt, pilgert die ganze Familie zu diesem nostalgischen Ort voller schmerzhafter und glücklicher Erinnerungen. Doch die Finca wird verkauft, was daraus wird, weiß niemand. Mit Wärme und Bitterkeit erzählt „La Oculta“ (Berenberg Verlag) vom Verfall einer Familie, deren Schicksal eng mit der Geschichte Kolumbiens verknüpft ist.

In Kooperation mit Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

Héctor Abad
Der kolumbianische Schriftsteller und Journalist Héctor Abad wurde wegen eines papstkritischen Artikels von der Universität relegiert und verließ 1982 sein Heimatland. Nach dem Studium in Italien kehrte er nach Kolumbien zurück, musste aber nach der Ermordung seines Vaters das Land erneut verlassen. Seit 2002 lebt er dauerhaft in Kolumbien.

Corinna Santa Cruz
Die Lektorin Corinna Santa Cruz übersetzt vor allem aus dem Spanischen und Portugiesischen.

Jochen Nix
Jochen Nix ist Schauspieler und Sprecher und lebt in Frankfurt am Main.

Flörsheim am Main
Kulturscheune
Ort: Kulturscheune
Bahnhofstraße 6
65439 Flörsheim am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Tilman Spreckelsen
Der Nordseespuk

Moderation: Dierk Wolters

Tilman Spreckelsens zweiter Theodor-Storm-Krimi vereint historische Akkuratesse mit erzählerischer Verve. Husum im Jahr 1843: Den Gezeiten gleich nimmt auch das Leben der Menschen an der rauen Nordseeküste seinen regelmäßigen Gang. Bis eine Reihe mysteriöser Leichenfunde die Bürger der „grauen Stadt am Meer“ in Aufregung versetzt. Der junge Jurist Theodor Storm geht gemeinsam mit seinem Schreiber Peter Söt den Morden auf den Grund – und stößt bei seinen Ermittlungen auf die Schatten einer unheilvollen Vergangenheit.

In Kooperation mit der Stadt Flörsheim am Main und dem Main-Taunus-Kreis

Tilman Spreckelsen
Tilman Spreckelsen ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien. Sein Roman „Das Nordseegrab“, der Vorgänger von „Der Nordseespuk“ (beide Fischer Taschenbuch), wurde 2014 mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum ausgezeichnet.

Dierk Wolters
Dierk Wolters ist Kulturredakteur bei der Frankfurter Neuen Presse.

Frankfurt am Main
BHF-Bank
Ort: BHF-Bank
Bockenheimer Landstraße 10, 21. Stock
60323 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Oskar Roehler
Filmemacher und Schriftsteller

Moderation: Andreas Kilb

Jede Romanverfilmung ist eine Hommage. Zur Kunst wird sie dort, wo die filmische Nacherzählung endet. Oskar Roehler, Regisseur eindringlicher Filme wie „Die Unberührbare“ und „Quellen des Lebens“, kennt wie kein anderer die Unterschiede zwischen Literatur und Film. Denn Roehler ist nicht nur Filmemacher, sondern seit „Herkunft“ und „Mein Leben als Affenarsch“ (beide Ullstein) auch Autor autobiographischer Romane, die extrem hart sind. Er hat sie mit aufschlussreichen Verschiebungen selbst verfilmt. Das prädestiniert ihn zu einem Gespräch über den entgrenzten Text und die Grenzen der Entgrenzung.

In Kooperation mit der BHF-Bank

Oskar Roehler
Oskar Roehlers Film „Die Unberührbare“ über das Leben seiner Mutter Gisela Elsner wurde 2000 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Zuletzt kam 2015 „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk“ in die Kinos.

Andreas Kilb
Andreas Kilb ist Feuilletonkorrespondent und Filmkritiker bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Sa 4. Juni
Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro

Autoteatro-Performance von Tim Etchells und Ant Hampton
The Quiet Volume

„The Quiet Volume“ erforscht die Spannung, die Bibliotheken rund um die Welt vereint: Diese Mischung aus Stille und Konzentration, in der Menschen in ihrer jeweils ganz individuellenArt in Bücher versinken. Zu zweit sitzen die Besucher im Lesesaalder Deutschen Nationalbibliothek und werden dort zum Teil einer interaktiven Performance. Vor ihnen liegt ein Stapel Bücher, um sie herum nimmt der gewöhnliche Bibliotheksbetrieb seinen Gang. Geflüsterte und schriftliche Hinweise eröffnen ihnen einen Weg durch die Buchseiten – und lassen sie die intime Erfahrung der Lektüre miteinander auf einzigartige Weise neu erleben.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zeiten
Donnerstag, 2. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 3. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Juni 14 – 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 10. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 11. Juni 14 – 17 Uhr

Teilnahme für je zwei Personen innerhalb der angegebenen Zeiten alle 20 Minuten – Vorverkauf empfohlen.

Sprecher Inti Otto, Lars Rudolph, Andreas Schröders
Ton TiTo Toblerone
Deutsche Übersetzung Karen Witthuhn / Transfiction
Künstlerische Projektleitung Katja Timmerberg

Entwickelt für Ciudades Paralelas, eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schauspielhaus Zürich, Goethe-Institut Warschau und Teatr Nowy. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Buenos Aires. Mit der Unterstützung von Arts center Vooruit, Belgien.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Tim Etchells
Tim Etchells ist ein britischer Schriftsteller, Performer und Lichtkünstler. Seine Neoninstallation „the future will be confusing“ ist am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main angebracht.

Ant Hampton
Der britische Theatermacher Ant Hampton gründete 1998 die Performance-Gruppe Rotozaza. Zusammen mit Tim Etchell konzipierte und inszenierte er die Autoteatro-Performance „The Quiet Volume“.  

Frankfurt am Main
Städelschule
Ort: Städelschule
Dürerstraße 10
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Kat Kaufmann, Ulrich Peltzer & Frank Witzel
(Pop-) Musik im Roman

Moderation: Heinz Drügh

Ob Beat, Punk oder Techno – auch der Gegenwartsroman schiebt die Regler hoch. Da „wummern die Bässe“ und „vibrieren die Boxen“. Autoren, die dem gegenüber für die Beschreibung von Musik eine elaborierte Sprache finden, sind rar. Zu ihnen gehört Ulrich Peltzer, der Punk und Underground ins Ohr des Lesers peitscht. Musik ist in seinen Romanen Haltung, Lebensgefühl und Reflexionsform zugleich. In Kat Kaufmanns Debütroman „Superposition“ (Hoffmann & Campe) lebt die Protagonistin vom Musikmachen. Dumm nur, dass ihre Jazz-Band als „lebendige Oldie-CD“ zu enden droht. Im Jahr 1969 klammert sich dagegen ein manisch-depressiver Teenager an das Beatles-Album „Rubber Soul“ „wie andere an die heilige katholische Kirche und den Nachlass der Sünden.“

Über Musik im Leben und im Roman diskutieren Kat Kaufmann, Ulrich Peltzer und Frank Witzel mit Heinz Drügh, der theoretischer wie praktischer Popkenner ist. Und wie im guten alten Plattenkreis gibt es auch Hörproben.

In Kooperation mit der Städelschule

Kat Kaufmann
Kat Kaufmann lebt als freie Künstlerin, Komponistin, Schriftstellerin und Fotografin in Berlin. Für „Superposition“ erhielt sie 2015 den aspekte-Literaturpreis.

Ulrich Peltzer
Ulrich Peltzers jüngster Roman „Das bessere Leben“ (S. Fischer) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2015 und wurde mit dem Marieluise-Fleißer-Preis, dem Peter-Weiss-Preis und dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet.

Frank Witzel
Frank Witzel ist Musiker und Schriftsteller und lebt in Offenbach am Main. Für „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ wurde er 2015 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Heinz Drügh
Heinz Drügh ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Ästhetik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

So 5. Juni
Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Kuhhirtenturm
Ort: Kuhhirtenturm
Große Rittergasse 118
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 10 / 8 Euro

Petra Luise Kämpfer
Metamorphosen. Das poetische Programm in den „Années de Pèlerinage – Suisse“ von Franz Liszt

Franz Liszts Auseinandersetzung mit Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“, Lord Byrons „Childe Harold’s Pilgrimage“ und Étienne Pivert de Senancours „Oberman“ veranlasste ihn zur Komposition dieses neun Klavierstücke umfassenden Werkes.
Die literarische Beschreibung innerer Vorgänge und sich verändernder Seelenzustände findet hier große musikalische Resonanz. Durch Entwicklung und Variation musikalischer Motive versucht Liszt den poetischen Gedanken zu folgen und sie zu verkörpern. Mit den Titeln deutet er auf die geistigen Momente hin, die ihn zu dieser Tondichtung inspiriert haben.

In Kooperation mit dem Hindemith Institut Frankfurt

Petra Luise Kämpfer
Die Pianistin Petra Luise Kämpfer studierte an der Musikhochschule Lübeck und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 1993 wurde sie mit dem Bad Homburger Förderpreis für Kammermusik ausgezeichnet.

Hanau
Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe
Ort: Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe
Philippsruher Allee 45
63454 Hanau
Eintritt: 8 / 6 Euro

Thea Dorn
Die Unglückseligen

Moderation: Alf Mentzer

Das Ringen mit der Versuchung durch den Teufel, das allzu menschliche Streben nach Erkenntnis und Macht. Thea Dorns Roman „Die Unglückseligen“ (Knaus) zeigt eindrucksvoll, dass der Fauststoff auch in unserer postmodernen Gegenwart immer noch von höchster Aktualität und ungebrochener Faszination ist. Eine Molekularbiologin sucht nach der Formel der Unsterblichkeit – und trifft auf einen älteren Herrn, der sich als Johann Wilhelm Ritter vorstellt, Physiker und frühromantischer Philosoph, geboren im Jahr 1776.

In Kooperation mit der Stadt Hanau

Thea Dorn
Thea Dorn moderiert im Wechsel mit Felicitas von Lovenberg die SWR-Sendung lesenswert. Sie verfasste zahlreiche Romane und Essays und zusammen mit Richard Wagner die Standortbestimmung „Die deutsche Seele“ (Knaus).

Alf Mentzer
Alf Mentzer leitet die Literaturredaktion von hr2-kultur.

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Jan Böttcher & Hans Platzgumer
Grenzgänger

Literatur ist Literatur, Musik ist Musik – aber wie unterscheidet sich das Schreiben fürs Buch von der Komposition? Gibt es Themen, Stoffe oder Motive, die Songs und Romane verbinden? Oder hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun? Jan Böttcher und Hans Platzgumer sind Grenzgänger, die literarisch wie musikalisch neue Ausdrucksformen entwickelt und mit den Jahren eine eigene, unverkennbare Stimme gefunden haben. Wie das klingt, werden sie lesend und musizierend
unter Beweis stellen.

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A

Jan Böttcher
Jan Böttcher war bis zu deren Auflösung 2007 eine Hälfte der Berliner Band Herr Nilsson. Er hat Songtexte von Ian Curtis übersetzt und mehrere Erzählungen und Romane veröffentlicht, zuletzt „Y“ (Aufbau) im Frühjahr 2016.

Hans Platzgumer
Hans Platzgumer spielte bei der New Yorker Rockband H. P. Zinker und bei den Goldenen Zitronen. Er komponiert für Theater, Film und Hörfunk und war Teil zahlreicher Projekte im Bereich der elektronischen Musik. 2016 erschien sein fünfter Roman „Am Rand“ (Zsolnay).

Frankfurt am Main
Gallus Theater
Ort: Gallus Theater
Kleyerstraße 15
60326 Frankfurt am Main
Eintritt: 12 / 10 Euro https://www.adticket.de/Stadt-der-Blinden-Cooperativa-Maura-Morales/Frankfurt-am-Main-Gallus-Theater/05-06-2016_20-00.html

Cooperativa Maura Morales
Stadt der Blinden

Die Choreografie der in Düsseldorf ansässigen kubanischen Künstlerin Maura Morales für fünf Tänzer und Tänzerinnen basiert auf dem Roman „Ensaio sobre a Cegueira“ des Nobelpreisträgers José Saramago, den er 1995 veröffentlichte.

„Das Problem ist ja, dass meine Figuren meist keine Namen, Gesichter, Biografien haben“, sagte Saramago einmal über die Idee, diese düstere Parabel zu verfilmen. Im Tanz sind sie umso stärker auf ihre Gegenwärtigkeit zurückgeworfen. Ihres Sehsinnes beraubt, tasten die Protagonisten die Distanzen aus, sie fassen, klammern, streicheln, führen, sie hauen und drängeln, erstarren, zerbröseln, gruppieren sich und vereinzeln, ringen um Haltung, gehen zu Boden. Wie im Roman.

Im Anschluss an die Aufführung führt die Tanzkritikerin Melanie Suchy ein Gespräch mit Maura Morales.

In Kooperation mit dem Gallus Theater

Cooperativa Maura Morales
Die Cooperativa Maura Morales ist eine in Düsseldorf beheimatete zeitgenössische Tanzkompanie, geleitet von der Tänzerin und Choreographin Maura Morales und dem Gitarristen und Komponisten Michio. 

Melanie Suchy
Melanie Suchy arbeitet als freiberufliche Journalistin mit den Schwerpunkten Tanz, Performance und Theater. Sie ist Mitglied in zahlreichen Jurys für Künstlerpreise und Residenzstipendien.

Mo 6. Juni
Frankfurt am Main
OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 29. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Michael Kumpfmüller
Die Erziehung des Mannes

Moderation: Insa Wilke

Es fängt mit Jule an und hört mit Therese auf. In kunstvollen Erzählsprüngen führt Michael Kumpfmüller den Leser durch die verschiedenen Stationen im Leben eines Mannes, der immer zu lange bleibt – aus Gemächlichkeit und aus einer Sanftheit, die auch die Sprache dieses Romans formt. Für Georg gibt es kein Hier und Jetzt, nur ein Irgendwann. Irgendwann wird alles besser, er liebt sie irgendwie. Doch das Irgendwann kommt nicht, aus „irgendwie“ wird „nicht“. Da ist es schon zu spät: Georg ist nicht mehr nur Geliebter und Sohn, sondern auch Ehemann und Vater. Kann er jetzt noch gehen?

In Kooperation mit Morgan, Lewis & Bockius LLP

Michael Kumpfmüller
Michael Kumpfmüller lebt als freier Schriftsteller in Berlin. „Die Erziehung des Mannes“ ist sein fünfter Roman. Der Vorgänger „Die Herrlichkeit des Lebens“ (beide Kiepenheuer & Witsch) wurde in 23 Sprachen übersetzt.

Insa Wilke
Insa Wilke ist freie Literaturkritikerin und schreibt unter anderem für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung.

Darmstadt
Osthang der Mathildenhöhe
Ort: Osthang der Mathildenhöhe
Olbrichweg
64287 Darmstadt
Eintritt: 8 / 6 Euro - Vorverkauf Tel.: 06151-7806-999

Thomas von Steinaecker
Die Verteidigung des Paradieses

Moderation: Christoph Schröder

Die Zukunft sieht kalt und düster aus, wenn Thomas von Steinaecker einen Teenager durchs postapokalyptische Deutschland schickt. Ausgestattet mit Papier und Bleistift gerät Heinz zum Chronist des Überlebens und zugleich zum Archivar einer untergegangenen Welt. Was bleibt von der Menschheit noch übrig, wenn Staaten und Städte längst zerfallen sind? In „Die Verteidigung des Paradieses“ (S. Fischer) verschmelzen Coming-of-Age-Roman, Genre-Literatur und philosophische Reflexionen zu einer vielstimmigen Meditation über die Macht der Wörter und die Frage, was die menschliche Existenz in ihrem Wesen ausmacht.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt und der Centralstation

Thomas von Steinaecker
Thomas von Steinaecker lebt als Schriftsteller, Regisseur und Journalist in Augsburg. Seine Bücher, Hörspiele und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Christoph Schröder
Christoph Schröder ist freier Literaturkritiker und lebt in Frankfurt am Main. Er ist Sprecher der diesjährigen Jury für den Deutschen Buchpreis.

Frankfurt am Main
OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 29. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Tilman Rammstedt
Morgen mehr

Moderation: Björn Jager

Der Weg ist das Ziel. Kennt man, denkt man. Aber nicht so, wie es Tilman Rammstedt mit seinem Romanprojekt „Morgen mehr“ (Hanser) umsetzt. Für ihn heißt das: Jeden Werktag, von Januar bis April, ein Kapitel schreiben. Für die Leser: Jeden Morgen, egal wo, lesen oder hören – per WhatsApp- Nachricht, E-Mail oder als Audiodatei. Wie’s weitergeht, wird auch von den Kommentaren beeinflusst, die man online abgeben kann. Das ist Literatur auf Höhe der digitalen Zeit. Und die Geschichte, die dabei erzählt wird? Der Erzähler muss erst einmal für seine eigene Geburt sorgen. Dass das ein wahnwitziges Abenteuer wird, ist garantiert.

In Kooperation mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. und Morgan, Lewis & Bockius LLP

Tilman Rammstedt
Tilman Rammstedt hat für seine literarischen Texte mehrere Auszeichnungen und Stipendien erhalten. „Morgen mehr“ wird sein fünftes Buch.

Björn Jager
Björn Jager leitet seit 2016 das Hessische Literaturforum im Mousonturm.

Di 7. Juni
Frankfurt am Main
OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 29. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Aleš Šteger
Archiv der toten Seelen

Moderation: Matthias Göritz

Im slowenischen Maribor, 2012 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt, halten skrupellose Wurstfabrikanten, korrupte Politiker und zwielichtige Kulturfunktionäre die Macht in den Händen. Doch dann zieht ein mysteriöses Paar seine mörderische Schneise durch den Sumpf aus Klientelismus und Größenwahn. Zwischen Groteske und Thriller spinnt Aleš Šteger eine so fantasiereiche wie abgedrehte Geschichte um okkulte Verschwörungen und menschliche Abgründe – eine bissige Satire auf eine verkommene Gesellschaft, den durchkommerzialisierten Kunstbetrieb und seine Profiteure.

In Kooperation mit Morgan, Lewis & Bockius LLP

Aleš Šteger
Aleš Šteger veröffentlichte bislang mehrere Lyrik- undProsabände und ist zudem als Verleger und Übersetzer tätig. „Archiv der toten Seelen“ (Schöffling & Co.) ist sein Romandebüt.

Matthias Göritz
Der Lyriker und Romanautor Matthias Göritz hat „Archiv der toten Seelen“ aus dem Slowenischen übersetzt. 2015 erschien „Shanghai Blues“ (Edition Faust) mit Fotoarbeiten von Vanja Vukovic.

Frankfurt am Main
Stadtbücherei Frankfurt
Ort: Stadtbücherei Frankfurt
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Thomas von Steinaecker & Barbara Yelin
Der Sommer ihres Lebens

Moderation: Jakob Hoffmann

Die Zusammenarbeit zwischen zwei Künstlern ist bei Graphic Novels weiter verbreitet als sonst in der Literatur. Wie aber funktioniert die Koautorenschaft? Seit Herbst 2015 veröffentlichen die Zeichnerin Barbara Yelin, eine der wichtigsten Protagonistinnen der aufstrebenden deutschen Comicszene, und der Comicexperte Thomas von Steinaecker „Der Sommer ihres Lebens“ als Fortsetzungsgeschichte im Internet. 2017 wird die Graphic Novel bei Reprodukt als Buch erscheinen. Neben einer Lesung werden die beiden Künstler über ihren Arbeitsprozess erzählen – und ihn zeigen.

In Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt

Barbara Yelin
Zwei Jahre zeichnete Barbara Yelin den Comicstrip „Riekes Notizen“ für die Frankfurter Rundschau. Zuletzt erschien 2014 die Graphic Novel „Irmina“ (Reprodukt).

Thomas von Steinaecker
Thomas von Steinaecker lebt als Schriftsteller, Regisseur und Journalist in Augsburg. Seine Bücher, Hörspiele und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Jakob Hoffmann
Jakob Hoffmann kuratiert unter anderem die Comicreihe STORIES + STRIPES.

Hofheim am Taunus
Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Ort: Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Burgstraße 11
65719 Hofheim am Taunus
Eintritt: 8 / 6 Euro

Michael Kumpfmüller
Die Erziehung des Mannes

Moderation: Christoph Schröder

Es fängt mit Jule an und hört mit Therese auf. In kunstvollen Erzählsprüngen führt Michael Kumpfmüller den Leser durch die verschiedenen Stationen im Leben eines Mannes, der immer zu lange bleibt – aus Gemächlichkeit und aus einer Sanftheit, die auch die Sprache dieses Romans formt. Für Georg gibt es kein Hier und Jetzt, nur ein Irgendwann. Irgendwann wird alles besser, er liebt sie irgendwie. Doch das Irgendwann kommt nicht, aus „irgendwie“ wird „nicht“. Da ist es schon zu spät: Georg ist nicht mehr nur Geliebter und Sohn, sondern auch Ehemann und Vater. Kann er jetzt noch gehen?

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Hofheim am Taunus und dem Main-Taunus-Kreis

Michael Kumpfmüller
Michael Kumpfmüller lebt als freier Schriftsteller in Berlin. „Die Erziehung des Mannes“ ist sein fünfter Roman. Der Vorgänger „Die Herrlichkeit des Lebens“ (beide Kiepenheuer & Witsch) wurde in 23 Sprachen übersetzt.

Christoph Schröder
Christoph Schröder ist freier Literaturkritiker und lebt in Frankfurt am Main. Er ist Sprecher der diesjährigen Jury für den Deutschen Buchpreis.

Frankfurt am Main
BHF-Bank
Ort: BHF-Bank
Bockenheimer Landstraße 10, 21. Stock
60323 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Maxim Biller
Biografie

Moderation: Daniel Cohn-Bendit

Bislang hat er sich vor allem als scharfzüngiger Kolumnist und Verfasser meisterhafter Erzählungen einen Ruf erworben. Nun beweist Maxim Biller, dass ihm auch auf langer Strecke nicht der erzählerische Atem ausgeht. „Biografie“ (Kiepenheuer & Witsch) ist Zumutung, Herausforderung, Glück. Auf neunhundert Seiten geht es um Schuld und Sex, um das Trauma der Shoa und die Spuren der eigenen Herkunft. Maxim Biller legt mit seinem Opus Magnum genau jenen Roman vor, den manche erwartet, aber alle erhofft haben.

In Kooperation mit der BHF-Bank

Maxim Biller
Maxim Biller ist Kolumnist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Zeit und veröffentlichte unter anderem den Roman „Die Tochter“ (Kiepenheuer & Witsch) sowie mehrere Erzählbände. Sein Roman „Esra“ wurde gerichtlich verboten. Seit Oktober 2015 gehört er der Neuauflage des Literarischen Quartetts an.

Daniel Cohn-Bendit
Der Politiker und Publizist Daniel Cohn-Bendit war von 1994 bis 2014 Mitglied im Europäischen Parlament.

Frankfurt am Main
Kuhhirtenturm
Ort: Kuhhirtenturm
Große Rittergasse 118
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Ann Cotten
Verbannt!

Moderation: Jan Wilm

Im dezidiert anachronistischen Versepos findet Ann Cotten die Form, um unsere Gegenwart zu durchdringen und poetisch zu verwandeln. „Verbannt!“ (Suhrkamp) dekonstruiert Diskurse und baut aus Fragmenten eine neue Welt. Die Insel „Hegelland“, wo eine exilierte Fernsehmoderatorin ihr Dasein fristet, bildet den Schauplatz einer aberwitzigen Geschichte. Sie bietet zugleich das Experimentierfeld einer Lyrik, die für sich und im Zusammenspiel mit Illustrationen die Genres entgrenzt. „Verbannt!“ ist eine intellektuelle Herausforderung und ein „schönes Durcheinander“, wie die Süddeutsche Zeitung anerkennend titelte.

In Kooperation mit dem Hindemith Institut Frankfurt

Ann Cotten
Ann Cotten debütierte 2007 mit „Fremdwörterbuchsonette“ (Suhrkamp) und veröffentlichte seither mehrere Bände mit Gedichten und Prosa. Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Stipendien bedacht, unter anderem 2014 mit
dem Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Jan Wilm
Jan Wilm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für England- und Amerikastudien an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Ort: OpernTurm, Morgan, Lewis & Bockius LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 29. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Marjana Gaponenko & Julia Kissina
Das letzte Rennen & Elephantinas Moskauer Jahre

Moderation: Hubert Spiegel

Mit dem Zerfall der Sowjetunion setzte ein Kulturaustausch ein, der auch der Literatur eine neue Frische verlieh. Zu denjenigen, die in Deutschland einen neuen Wirkungsort fanden, zählen Marjana Gaponenko und Julia Kissina. Dabei könnten ihre neuen Romane kaum unterschiedlicher sein: In „Das letzte Rennen“ (C. H. Beck) lässt Marjana Gaponenko einen modernen Taugenichts durch die Wiener Gesellschaft und in die Katastrophe taumeln. Hingegen zeichnet Julia Kissina mit „Elephantinas Moskauer Jahre“ (Suhrkamp) das farbenfrohe, aber auch abgründige Bild eines untergegangenen Künstlermilieus.

In Kooperation mit Morgan, Lewis & Bockius LLP

Marjana Gaponenko
Marjana Gaponenko schreibt seit ihrer Jugend auf Deutsch. Sie hat Romane und Gedichtbände veröffentlicht.

Julia Kissina
Die Fotografin und Autorin Julia Kissina gehörte dem Kreisder Moskauer Konzeptualisten an und ist Verfasserin von Erzählungen und Romanen.

Hubert Spiegel
Hubert Spiegel ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Mi 8. Juni
Frankfurt
Kino im Deutschen Filmmuseum
Ort: Kino im Deutschen Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt
Eintritt: 7 / 5 Euro – Vorverkauf Deutsches Filmmuseum, Reservierung Tel.: 069 961 220 220

Die Geträumten
Text in Bewegung I

Anlässlich von literaTurm zeigt das Deutsche Filmmuseum am 8. und 10. Juni zwei Werke, die auf der Grenze zwischen Literatur und Filmkunst balancieren.

DIE GETRÄUMTEN
Österreich 2016
R: Ruth Beckermann
D: Anja Franziska Plaschg, Laurence Rupp
89 Min.

Der langjährige Briefwechsel Ingeborg Bachmanns und Paul Celans steht im Zentrum dieses Liebesfilms. Zwei junge Schauspieler, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in Wien in einem Tonstudio, um daraus zu lesen. Die dramatisch schwankenden Gefühle der Briefe – zwischen Rausch und Verlustangst, Entzücken und Erschrecken, Nähe und Fremdheit – gehen auf die Schauspieler über.

In Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science-Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
OpernTurm, K&L Gates LLP
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 28. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Reinhard Jirgl
Oben das Feuer, unten der Berg

Moderation: Tilman Spreckelsen

Nachkriegszeit in der Altmark: Ein Mädchen, den Eltern entrissen, wird in die Obhut eines SED-treuen Paares gegeben. Nach der Wende in Berlin: Eine junge Historikerin findet in alten Archiven Informationen über dunkle Machenschaften. 2012 im Schnee: Eine Frau wird halberfroren vor einem Grab gefunden und sagt nur: „Ich weiß es schon.“ Finster und atemlos erzählt Reinhard Jirgl in „Oben das Feuer, unten der Berg“ (Hanser) eine Geschichte um mysteriöse Mordfälle in der DDR, die bis in die Gegenwart hineinwirken. In der ihm typischen Manier fegt er durch die Zeilen, malt mit Buchstaben und beweist sich wieder einmal als einzigartiger Sprachkünstler

In Kooperation mit K&L Gates LLP

Reinhard Jirgl
Reinhard Jirgl lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine literarischen Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem wurde ihm 2010 der Georg-Büchner-Preis verliehen.

Tilman Spreckelsen
Tilman Spreckelsen ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien. Sein Roman „Das Nordseegrab“, der Vorgänger von „Der Nordseespuk“ (beide Fischer Taschenbuch), wurde 2014 mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum ausgezeichnet.

Wiesbaden
Literaturhaus Villa Clementine
Ort: Literaturhaus Villa Clementine
Frankfurter Straße 1
65189 Wiesbaden
Eintritt: 8 / 6 Euro – Vorverkauf Wiesbaden Tourist Information, Marktplatz 1, Tel.: 0611-1729 930

Maxim Biller
Biografie

Bislang hat er sich vor allem als scharfzüngiger Kolumnist und Verfasser meisterhafter Erzählungen einen Ruf erworben. Nun beweist Maxim Biller, dass ihm auch auf langer Strecke nicht der erzählerische Atem ausgeht. „Biografie“ (Kiepenheuer & Witsch) ist Zumutung, Herausforderung, Glück. Auf neunhundert Seiten geht es um Schuld und Sex, um das Trauma der Shoa und die Spuren der eigenen Herkunft. Maxim Biller legt mit seinem Opus Magnum genau jenen Roman vor, den manche erwartet, aber alle erhofft haben.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Villa Clementine

Maxim Biller
Maxim Biller ist Kolumnist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Zeit und veröffentlichte unter anderem den Roman „Die Tochter“ (Kiepenheuer & Witsch) sowie mehrere Erzählbände. Sein Roman „Esra“ wurde gerichtlich verboten. Seit Oktober 2015 gehört er der Neuauflage des Literarischen Quartetts an.

Neu-Anspach
Hessenpark
Ort: Hessenpark
Laubweg 5
61267 Neu-Anspach
Eintritt: 8 / 6 Euro

Friedrich Christian Delius
Die Liebesgeschichtenerzählerin - FÄLLT AUS!

ACHTUNG: Die Lesung muss leider ausfallen. Gekaufte Tickets können zurückgegeben werden. 

Moderation: Cécile Schortmann

Wie kein zweiter dokumentiert Friedrich Christian Delius die Geschichte der Bundesrepublik, macht sie zum Rohmaterial eindringlicher literarischer Zustandsbeschreibungen wie zum Gegenstand kritischer Annäherung. Mit „Die Liebesgeschichtenerzählerin“ (Rowohlt) bewegt sich dieser Chronist deutscher Zustände erneut auf der Höhe seines Könnens. Eine fünftägige Reise im schicksalshaften Jahr 1969, von Den Haag über Amsterdam nach Frankfurt, gerät zum Spiegel eines ganzen Jahrhunderts mit all seinen Hoffnungen und Sehnsüchten, Enttäuschungen und Katastrophen.

In Kooperation mit dem Freilichtmuseum Hessenpark und dem Hochtaunuskreis

Friedrich Christian Delius
Friedrich Christian Delius ist Verfasser zahlreicher Erzählungen und Romane. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Fontane-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis und 2011 mit dem Georg-Büchner-Preis.

Cécile Schortmann
Cécile Schortmann ist Journalistin und moderiert das 3sat-Magazin Kulturzeit.

Frankfurt am Main
K&L Gates LLP
Ort: K&L Gates LLP
Bockenheimer Landstraße 2 – 4
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Anna Katharina Hahn
Das Kleid meiner Mutter

Moderation: Wilhelm Genazino

Mit jedem ihrer neuen Romane ist Anna Katharina Hahn zu Gast bei literaTurm und wir sind jedes Mal beglückt. In diesem Jahr stellt sie im Gespräch mit Wilhelm Genazino „Das Kleid meiner Mutter“ (Suhrkamp) vor. Eine junge Frau im Madrid des Sommers 2012 schlüpft in die Kleider ihrer jüngst verstorbenen Mutter. Je mehr sie sich ihr anverwandelt, desto genauer blickt sie hinter eine Maske, die ein abgründiges Doppelleben kaschiert. Ein Roman wie ein „Schachteltraum, ein Vexierspiel, ein Kunstmärchen, aus der Mitte der verlorenen Generation an den heißen Rändern Europas“, so Elmar Krekeler in der Tageszeitung Die Welt.

In Kooperation mit K&L Gates LLP

Anna Katharina Hahn
Die Schriftstellerin Anna Katharina Hahn wurde 2012 mit dem Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis ausgezeichnet. Ihr Debütroman „Kürzere Tage“ (Suhrkamp) stand 2009 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis.

Wilhelm Genazino
Der Schriftsteller Wilhelm Genazino wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Im Juli erscheint sein neuer Roman „Außer uns spricht niemand über uns“ (Hanser).

Frankfurt am Main
Haus der Deutschen Ensemble Akademie
Ort: Haus der Deutschen Ensemble Akademie
Schwedlerstraße 2
60314 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Paul Baeten Gronda, Sanneke van Hassel & Manon Uphoff
Neue Literatur aus Flandern und den Niederlanden

Moderation: Bettina Baltschev

Seit dem ersten Gastlandauftritt Flanderns und der Niederlande 1993 auf der Frankfurter Buchmesse haben sich Autorinnen und Autoren wie Anna Enquist, Cees Nooteboom und Stefan Hertmans auf dem deutschen Buchmarkt etabliert. Neben ihnen ist in den Niederlanden und Belgien eine neue Schriftstellergeneration herangewachsen, die sich durch eine urbane, alltagsnahe Literatur auszeichnet und ihren Blick auf gesellschaftliche Veränderungen richtet. Der Einzelne in einer im steten Wandel befindlichen Lebenswirklichkeit ist ein wiederkehrendes Thema, das die Autorinnen und Autoren auf sehr unterschiedliche Weise – mal explizit, mal eher beiläufig – in ihren Texten aufgreifen. Der Lesungsabend stellt drei Vertreter der jüngeren Generation mit exemplarischen Texten vor und gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen der niederländischsprachigen Literatur.

In Kooperation mit dem Ensemble Modern, dem Gastland Flandern und der Niederlande auf der Frankfurter Buchmesse 2016 und dem Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bettina Baltschev
Bettina Baltschev ist Autorin und Redakteurin beim Hörfunk der ARD und pendelt zwischen ihrem Wohnort Leipzig und ihrer zweiten Heimat Amsterdam.

Manon Uphoff
Manon Uphoff gilt als die wichtigste Autorin von Kurzgeschichten in den Niederlanden. Ihr 1995 erschienenes Debüt  Begeerte (dt.: Verlangen) wurde gleich für mehrere Preise nominiert, 2013 erhielt sie für ihren Roman De ochtend walt (Der Morgen fällt) den Opzij Literatuurprijs. Seit 2004 ist sie Redakteurin der Literaturzeitschrift De Revisor.

Paul Baeten Gronda
Paul Baeten Gronda ist Schriftsteller und Kolumnist für die Zeitungen De Morgen und Knack. In deutscher Übersetzung erscheint Ende Juni sein vierter Roman „Straus Park“ (Luchterhand).

Sanneke van Hassel
Sanneke van Hassel schreibt hauptsächlich Kurzgeschichten und gehört zur Redaktion der Literaturzeitschrift Terras. Auf Deutsch erschienen von ihr zuletzt Erzählungen in den Anthologien „Wär mein Klavier doch ein Pferd“ (edition fünf)
und „Amsterdam“ (dtv).

Do 9. Juni
Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro

Autoteatro-Performance von Tim Etchells und Ant Hampton
The Quiet Volume

9The Quiet Volume“ erforscht die Spannung, die Bibliotheken rund um die Welt vereint: Diese Mischung aus Stille und Konzentration, in der Menschen in ihrer jeweils ganz individuellenArt in Bücher versinken. Zu zweit sitzen die Besucher im Lesesaalder Deutschen Nationalbibliothek und werden dort zum Teil einer interaktiven Performance. Vor ihnen liegt ein Stapel Bücher, um sie herum nimmt der gewöhnliche Bibliotheksbetrieb seinen Gang. Geflüsterte und schriftliche Hinweise eröffnen ihnen einen Weg durch die Buchseiten – und lassen sie die intime Erfahrung der Lektüre miteinander auf einzigartige Weise neu erleben.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zeiten
Donnerstag, 2. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 3. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Juni 14 – 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 10. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 11. Juni 14 – 17 Uhr

Teilnahme für je zwei Personen innerhalb der angegebenen Zeiten alle 20 Minuten – Vorverkauf empfohlen.

Sprecher Inti Otto, Lars Rudolph, Andreas Schröders
Ton TiTo Toblerone
Deutsche Übersetzung Karen Witthuhn / Transfiction
Künstlerische Projektleitung Katja Timmerberg

Entwickelt für Ciudades Paralelas, eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schauspielhaus Zürich, Goethe-Institut Warschau und Teatr Nowy. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Buenos Aires. Mit der Unterstützung von Arts center Vooruit, Belgien.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Tim Etchells
Tim Etchells ist ein britischer Schriftsteller, Performer und Lichtkünstler. Seine Neoninstallation „the future will be confusing“ ist am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main angebracht.

Ant Hampton
Der britische Theatermacher Ant Hampton gründete 1998 die Performance-Gruppe Rotozaza. Zusammen mit Tim Etchell konzipierte und inszenierte er die Autoteatro-Performance „The Quiet Volume“.  

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
OpernTurm, K&L Gates LLP
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 28. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Friedrich Christian Delius
Die Liebesgeschichtenerzählerin

Moderation: Uwe Wittstock

Wie kein zweiter dokumentiert Friedrich Christian Delius die Geschichte der Bundesrepublik, macht sie zum Rohmaterial eindringlicher literarischer Zustandsbeschreibungen wie zum Gegenstand kritischer Annäherung. Mit „Die Liebesgeschichtenerzählerin“ (Rowohlt) bewegt sich dieser Chronist deutscher
Zustände erneut auf der Höhe seines Könnens. Eine fünftägige Reise im schicksalshaften Jahr 1969, von Den Haag über Amsterdam nach Frankfurt, gerät zum Spiegel eines ganzen Jahrhunderts mit all seinen Hoffnungen und Sehnsüchten, Enttäuschungen und Katastrophen.

In Kooperation mit K&L Gates LLP

Friedrich Christian Delius
Friedrich Christian Delius ist Verfasser zahlreicher Erzählungen und Romane. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Fontane-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis und 2011 mit dem Georg-Büchner-Preis.

Uwe Wittstock
Uwe Wittstock leitet das Literaturressort beim Magazin Focus.

Frankfurt am Main
Frankfurter Goethe-Haus
Ort: Frankfurter Goethe-Haus
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Elizabeth-Jane Burnett & Charlie Hill
Frankfurt meets Birmingham

Moderation: Jonathan Davidson

Auf den ersten Blick haben die Partnerstädte Frankfurt und Birmingham nicht viel gemeinsam. Hier die Bankenstadt mit ihren Hochhaustürmen, dort die alte Industriemetropole, Mittelpunkt der britischen Stahlverarbeitung. Doch sind beide Städte kulturelle Zentren, auch und gerade was die Literatur betrifft. Auf Initiative von literaTurm kommen zwei der interessantesten britischen Gegenwartsautoren nach Frankfurt und stellen ihre Werke vor – Auftakt einer Kooperation, die in denkommenden Jahren fortgesetzt und ausgebaut wird.

In Kooperation mit Writing West Midlands, Birmingham Literature Festival, dem Frankfurter Goethe-Haus und dem Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main

Charlie Hill
Charlie Hill ist Schriftsteller und Mitbegründer des PowWow Festival of Writing in Birmingham. Sein dritter Roman „Stuff“ (Cinnamon Press) erscheint im September 2016.

Elizabeth-Jane Burnett
Elizabeth-Jane Burnett lehrt Englisch und Kreatives Schreiben an der Newman University in Birmingham.

Jonathan Davidson
Jonathan Davidson leitet das Birmingham Literature Festival.

Eppstein
Burgvilla
Ort: Burgvilla
Rödelbergweg 1
65817 Eppstein
Eintritt: 8 / 6 Euro

Anna Katharina Hahn
Das Kleid meiner Mutter

Mit jedem ihrer neuen Romane ist Anna Katharina Hahn zu Gast bei literaTurm und wir sind jedes Mal beglückt. In diesem Jahr stellt sie im Gespräch mit Wilhelm Genazino „Das Kleid meiner Mutter“ (Suhrkamp) vor. Eine junge Frau im Madrid des Sommers 2012 schlüpft in die Kleider ihrer jüngst verstorbenen Mutter. Je mehr sie sich ihr anverwandelt, desto genauer blickt sie hinter eine Maske, die ein abgründiges Doppelleben kaschiert. Ein Roman wie ein „Schachteltraum, ein Vexierspiel, ein Kunstmärchen, aus der Mitte der verlorenen Generation an den heißen Rändern Europas“, so Elmar Krekeler in der Tageszeitung Die Welt.

In Kooperation mit der Burgvilla und dem Main-Taunus-Kreis

Anna Katharina Hahn
Die Schriftstellerin Anna Katharina Hahn wurde 2012 mit dem Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis ausgezeichnet. Ihr Debütroman „Kürzere Tage“ (Suhrkamp) stand 2009 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis.

Oberursel
Hospitalkirche Oberursel
Ort: Hospitalkirche Oberursel
Strackgasse 8
61440 Oberursel
Eintritt: 8 / 6 Euro

Nis-Momme Stockmann
Der Fuchs

Moderation: Torsten Hoffmann

In einem Kaff an der norddeutschen Küste aufzuwachsen, ist ein Fluch. Ins pure Desaster kippt die abrupt beendete Jugend, als die Springflut das Dorf unter Wasser setzt. Das rettende Dach ist keine Arche Noah, sondern Trigger der Erinnerung an eine von Menetekeln kontaminierte Jugend. Erst das dramatische Finale liefert den Schlüssel zu den sich in Finns Leben verwebenden Zeichen anderer Welten. Der hochgelobte Dramatiker Nis-Momme Stockmann zieht in seinem „fulminanten Katastrophenroman ‚Der Fuchs‘ alle poetologischen Register“, so Christian Metz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In Kooperation mit der Stadt Oberursel und dem Hochtaunuskreis

Nis-Momme Stockmann
Nis-Momme Stockmann war Hausautor am Schauspiel Frankfurt. Sein Romandebüt „Der Fuchs“ (Rowohlt) war für den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Torsten Hoffmann
Torsten Hoffmann hat im Sommersemester 2016 eine Vertretungsprofessur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne.

Frankfurt am Main
TaunusTurm, MMK 2
Ort: TaunusTurm, MMK 2
Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Clemens Meyer & Claudius Nießen
Zwei Himmelhunde. Irre Filme, die man besser liest

Es gibt filmische Meisterwerke, bei deren Erwähnung Cineasten wie Bildungsbürger gleichermaßen anerkennend nicken. Und dann gibt es die wirklichen Klassiker, die echten Kultfilme. Wo das Hirn Pause hat, wenn die Fäuste fliegen. Wo der hanebüchene Plot in einem Meer aus Kunstblut ertrinkt. Clemens Meyer und Claudius Nießen haben alte VHS-Archive geplündert und DVD-Sammlungen durchforstet auf der Suche nach den verlorenen Glanzstücken der Filmgeschichte. Mit „Zwei Himmelhunde“ (Voland & Quist) präsentieren sie das Ergebnis ihrer nervenaufreibenden Recherche.

In Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst

Claudius Nießen
Claudius Nießen entwickelte Literaturveranstaltungen wie diegrößte Lesung zur Leipziger Buchmesse „L3“. Seit 2008 ist er Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig.

Clemens Meyer
Clemens Meyers jüngster Roman „Im Stein“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2013, sein Debütroman „Als wir träumten“ (beide S. Fischer) wurde 2014 verfilmt.

Frankfurt am Main
OpernTurm, K&L Gates LLP
Ort: OpernTurm, K&L Gates LLP
Bockenheimer Landstraße 2-4, 28. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Thomas von Steinaecker
Vom Fliegen und Träumen – eine Werkschau

Moderation: Richard Kämmerlings

Thomas von Steinaecker gehört zu den erstaunlichsten Multitalenten seiner Generation. Als ein Entgrenzer par excellence sucht er neue Formen und Ausdrucksweisen – auch jenseits des genuin Literarischen. Neben einer Reihe vielbeachteter Romane – zuletzt erschien in diesem Frühjahr die dystopische Zukunftsvision „Die Verteidigung des Paradieses“ (S. Fischer) – umfasst sein Werk zahlreiche Hörspiele und Filme. 2015 initiierte er ein digitales Schreiblabor, das die Rolle von Literatur in der Gesellschaft ausloten sollte. Im Gespräch mit Richard Kämmerlings stellt Thomas von Steinaecker eine Auswahl  seines facettenreichen Schaffens vor.

In Kooperation mit K&L Gates LLP

Thomas von Steinaecker
Thomas von Steinaecker lebt als Schriftsteller, Regisseur und Journalist in Augsburg. Seine Bücher, Hörspiele und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Richard Kämmerlings
Richard Kämmerlings ist leitender Feuilletonredakteur der Tageszeitung Die Welt.

Fr 10. Juni
Frankfurt am Main
Goethe-Universität Frankfurt am Main, IG-Farben-Haus, Raum 411
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, IG-Farben-Haus, Raum 411
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Schreibszene Frankfurt
Eröffnungsveranstaltung – das Forschungskolleg stellt sich vor

Was tun wir, wenn wir über Gegenwartsliteratur forschen? Wie lassen sich das Schreiben und der Literaturbetrieb unter heutigen Bedingungen erkunden? Wo fängt die Literatur unserer Gegenwart an, wo hört sie auf? Wie interagiert Kreativität mit Betrieb und Konjunktur, Wissenschaft mit Kritik? Die Beziehung zwischen Gegenwartsliteratur und Literaturwissenschaft wirft Fragen auf, deren Bearbeitung sich in den kommenden drei Jahren acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität widmen werden. Das Kolleg „Schreibszene Frankfurt“ erkundet die Poetik, Publizistik und Performanz von Gegenwartsliteratur. In der Auftaktveranstaltung präsentieren die Teilnehmenden ihre Forschungsvorhaben und diskutieren mit geladenen Gästen über die Produktionsbedingungen von Literatur, ihren Facettenreichtum und ihre Relevanz.

Programm
14 Uhr Formate der Reflexion – zum Verhältnis von Poetik und Betrieb mit Alexandru Bulucz, Kevin Kempke, Ulrich Peltzer und Sonja Vandenrath
15 Uhr Texte im Gespräch – lesen, vermitteln, inszenieren mit Hauke Hückstädt, Laura McAleese, Stefanie Stegmann und Lena Vöcklinghaus
16 Uhr nutzlos/dokumentiert: Opfer und Assis mit Sara Heristchi, Florian Kessler, Peer Trilcke und Miriam Zeh
17 Uhr Autorsuggestionen: Über sich und Literatur reden mit Andreas Bülhoff, Hanna Engelmeier und Felicitas Hoppe
18 Uhr Sektempfang und Grußworte mit Julika Griem, Susanne Komfort-Hein und Cornelia Soetbeer

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science- Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro

Autoteatro-Performance von Tim Etchells und Ant Hampton
The Quiet Volume

„The Quiet Volume“ erforscht die Spannung, die Bibliotheken rund um die Welt vereint: Diese Mischung aus Stille und Konzentration, in der Menschen in ihrer jeweils ganz individuellenArt in Bücher versinken. Zu zweit sitzen die Besucher im Lesesaalder Deutschen Nationalbibliothek und werden dort zum Teil einer interaktiven Performance. Vor ihnen liegt ein Stapel Bücher, um sie herum nimmt der gewöhnliche Bibliotheksbetrieb seinen Gang. Geflüsterte und schriftliche Hinweise eröffnen ihnen einen Weg durch die Buchseiten – und lassen sie die intime Erfahrung der Lektüre miteinander auf einzigartige Weise neu erleben.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zeiten
Donnerstag, 2. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 3. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Juni 14 – 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 10. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 11. Juni 14 – 17 Uhr

Teilnahme für je zwei Personen innerhalb der angegebenen Zeiten alle 20 Minuten – Vorverkauf empfohlen.

Sprecher Inti Otto, Lars Rudolph, Andreas Schröders
Ton TiTo Toblerone
Deutsche Übersetzung Karen Witthuhn / Transfiction
Künstlerische Projektleitung Katja Timmerberg

Entwickelt für Ciudades Paralelas, eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schauspielhaus Zürich, Goethe-Institut Warschau und Teatr Nowy. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Buenos Aires. Mit der Unterstützung von Arts center Vooruit, Belgien.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Tim Etchells
Tim Etchells ist ein britischer Schriftsteller, Performer und Lichtkünstler. Seine Neoninstallation „the future will be confusing“ ist am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main angebracht.

Ant Hampton
Der britische Theatermacher Ant Hampton gründete 1998 die Performance-Gruppe Rotozaza. Zusammen mit Tim Etchell konzipierte und inszenierte er die Autoteatro-Performance „The Quiet Volume“.  

Frankfurt
Kino im Deutschen Filmmuseum
Ort: Kino im Deutschen Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt
Eintritt: 9 / 7 Euro – Vorverkauf Deutsches Filmmuseum, Reservierung Tel.: 069 961 220 220

Faust Sonnengesang Teil 1
Text in Bewegung II

Anlässlich von literaTurm zeigt das Deutsche Filmmuseum am 8. und 10. Juni zwei Werke, die auf der Grenze zwischen Literatur und Filmkunst balancieren.

FAUST SONNENGESANG Teil 1
Deutschland 2012
R: Werner Fritsch
Experimentalfilm
180 Min.
Zu Gast Werner Fritsch

Die faustische Suche nach dem Augenblick, der doch verweilen solle, wird bei Werner Fritsch zu einer assoziativen Reise in nahe und ferne Regionen, in die jüngste und fernste Vergangenheit und zu einer Erkundung ihrer Zeichen und Mythen – ein opulenter und betörender Klang- und Bilderrausch. Autor und Regisseur Werner Fritsch, der auch für die Bühne und den Hörfunk schreibt, verknüpft hier synästhetisch Hör-, Seh- und Denkerlebnisse.

In Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum

Frankfurt am Main
OpernTurm, Russel Reynolds Associates
Ort: OpernTurm, Russel Reynolds Associates
Bockenheimer Landstraße 2-4, 19. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Kader Abdolah
Die Krähe

Moderation: Jutta Himmelreich
Deutsche Lesung: Jochen Nix

Kader Abdolahs Novelle „Die Krähe“ (Arche Literaturverlag) erzählt die Geschichte des iranischen Flüchtlings Refiq Foad, der als politisch Verfolgter seine Heimat verlassen musste und nun in Amsterdam lebt. Sein Schicksal überschneidet sich in vielen Punkten mit der Biographie des Schriftstellers. Begleitet wird er von einer lebensklugen Beobachterin – einer Krähe, die sieht, wie er Gedichte und Romane liest, um die niederländische Sprache zu lernen. Foad versucht schließlich auch zu schreiben und als Schriftsteller Fuß zu fassen. Sein großer Traum ist ein Besuch der Königin, die ihm sagt: „Ich habe Ihr Buch gelesen.“

In Kooperation mit Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. und Russel Reynolds Associates

Kader Abdolah
Kader Abdolah floh aus politischen Gründen mit seiner Familie aus dem Iran in die Niederlande. Dort lebt er als freier Autor und schreibt auf Niederländisch. Sein Name ist ein Pseudonym, gebildet aus den Namen zweier ermordeter Freunde.

Jutta Himmelreich
Die Dolmetscherin Jutta Himmelreich übersetzt aus den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Farsi und Dari.

Jochen Nix
Jochen Nix ist Schauspieler und Sprecher und lebt in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Städelschule
Ort: Städelschule
Dürerstraße 10
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Roland Schimmelpfennig
An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Moderation: Kathrin Röggla
Musik: Hannes Gwisdek

Mitten im kalten, grauen Berliner Winter taucht aus den Weiten des Ostens ein Wolf auf. Um das streunende Tier figurieren sich divergente Lebenswege, die von der Tristesse und Verlorenheit menschlicher Existenz zeugen. Mit seinem ersten Roman (S. Fischer) wagte der Dramatiker Roland Schimmelpfennig einen Genrewechsel. Die Kritik lobte die Lakonie und atmosphärische Dichte des Romans, schien sich aber unschlüssig, was sie von dem Plot zu halten habe. Vor diesen Untiefen ist die Theaterautorin und Schriftstellerin Kathrin Röggla gefeit. Musikalisch ergänzt und erweitert wird die Lesung von Hannes Gwisdek.

In Kooperation mit der Städelschule

Roland Schimmelpfennig
Roland Schimmelpfennig ist der meistgespielte deutschsprachige Theaterautor der Gegenwart.

Hannes Gwisdek
Hannes Gwisdek ist Mitbegründer und Schlagzeuger der Hip-Hop-Formation Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi.

Kathrin Röggla
Von Kathrin Röggla erschien 2014 „Die falsche Frage. Theater, Politik und die Kunst, das Fürchten nicht zu verlernen“ (Theater der Zeit).

Darmstadt
Programmkino Rex
Ort: Programmkino Rex
Grafenstaße 18-20
64283 Darmstadt
Eintritt: 8 / 6 Euro - Vorverkauf Tel.: 06151-7806-999

Clemens Meyer & Claudius Nießen
Zwei Himmelhunde. Irre Filme, die man besser liest

Es gibt filmische Meisterwerke, bei deren Erwähnung Cineasten wie Bildungsbürger gleichermaßen anerkennend nicken. Und dann gibt es die wirklichen Klassiker, die echten Kultfilme. Wo das Hirn Pause hat, wenn die Fäuste fliegen. Wo der hanebüchene Plot in einem Meer aus Kunstblut ertrinkt. Clemens
Meyer und Claudius Nießen haben alte VHS-Archive geplündert und DVD-Sammlungen durchforstet auf der Suche nach den verlorenen Glanzstücken der Filmgeschichte. Mit „Zwei Himmelhunde“ (Voland & Quist) präsentieren sie das Ergebnis ihrer nervenaufreibenden Recherche.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt und der Centralstation

Clemens Meyer
Clemens Meyers jüngster Roman „Im Stein“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2013, sein Debütroman „Als wir träumten“ (beide S. Fischer) wurde 2014 verfilmt.

Claudius Nießen
Claudius Nießen entwickelte Literaturveranstaltungen wie diegrößte Lesung zur Leipziger Buchmesse „L3“. Seit 2008 ist er Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig.

Königstein im Taunus
Siegfried Vögele Institut
Ort: Siegfried Vögele Institut
Ölmühlweg 12
61462 Königstein im Taunus
Eintritt: 8 / 6 Euro

Aleš Šteger
Archiv der toten Seelen

Moderation: Matthias Göritz

Im slowenischen Maribor, 2012 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt, halten skrupellose Wurstfabrikanten, korrupte Politiker und zwielichtige Kulturfunktionäre die Macht in den Händen. Doch dann zieht ein mysteriöses Paar seine mörderische Schneise durch den Sumpf aus Klientelismus und Größenwahn. Zwischen Groteske und Thriller spinnt Aleš Šteger eine so fantasiereiche wie abgedrehte Geschichte um okkulte Verschwörungen und menschliche Abgründe – eine bissige Satire auf eine verkommene Gesellschaft, den durchkommerzialisierten Kunstbetrieb und seine Profiteure.

In Kooperation mit dem Siegfried Vögele Institut und dem Hochtaunuskreis

Aleš Šteger
Aleš Šteger veröffentlichte bislang mehrere Lyrik- undProsabände und ist zudem als Verleger und Übersetzer tätig. „Archiv der toten Seelen“ (Schöffling & Co.) ist sein Romandebüt.

Matthias Göritz
Der Lyriker und Romanautor Matthias Göritz hat „Archiv der toten Seelen“ aus dem Slowenischen übersetzt. 2015 erschien „Shanghai Blues“ (Edition Faust) mit Fotoarbeiten von Vanja Vukovic.

Frankfurt am Main
OpernTurm, Russel Reynolds Associates
Ort: OpernTurm, Russel Reynolds Associates
Bockenheimer Landstraße 2-4, 19. Stock
60306 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Nis-Momme Stockmann & Oliver Reese
Der Fuchs

Moderation: Christian Metz

In einem Kaff an der norddeutschen Küste aufzuwachsen, ist ein Fluch. Ins pure Desaster kippt die abrupt beendete Jugend, als die Springflut das Dorf unter Wasser setzt. Das rettende Dach ist keine Arche Noah, sondern Trigger der Erinnerung an eine von Menetekeln kontaminierte Jugend. Erst das dramatische Finale liefert den Schlüssel zu den sich in Finns Leben verwebenden Zeichen anderer Welten. Der hochgelobte Dramatiker Nis-Momme Stockmann zieht in seinem „fulminanten Katastrophenroman ‚Der Fuchs‘ alle poetologischen Register“, so Christian Metz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Oliver Reese hat Stockmann als Dramatiker entdeckt. Auch hier Entgrenzungen à la bonne heure!

In Kooperation mit Russell Reynolds Associates

Nis-Momme Stockmann
Nis-Momme Stockmann war Hausautor am Schauspiel Frankfurt. Sein Romandebüt „Der Fuchs“ (Rowohlt) war für den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Oliver Reese
Seit 2009 leitet Oliver Reese das Schauspiel Frankfurt. 2017 wird er Intendant des Berliner Ensembles.

Christian Metz
Christian Metz lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt.

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Jaap Blonk, Michael Lentz & Wort Drum Dran (Nora Gomringer & Philipp Scholz)
Im Laut!Mehr

Sprache ist mehr. Mehr als Inhalt. Mehr als Aussage. Wo ihre semantische Funktionalität und ihre Mitteilungsabsicht in den Hintergrund treten, offenbaren sich Klang, Rhythmus und Melodie. Genau einhundert Jahre nach Dada erleben Sprachartistik und Lautpoesie eine neue Blüte. Der Virtualität unserer Gegenwart setzen sie die unmittelbare sinnliche Erfahrung entgegen: die nach wie vor verstörende wie verzaubernde Begegnung mit der unmittelbaren Präsenz der Buchstaben und Wörter.

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A

Jaap Blonk
Der Niederländer Jaap Blonk ist Sänger, Komponist und Lautpoet und nahm unter anderem Kurt Schwitters’ „Ursonate“ auf.

Michael Lentz
Michael Lentz hielt im Wintersemester 2012/13 die Frankfurter Poetikvorlesung. Er verfasst Lyrik, Prosa, Hörspiele und Theaterstücke.

Nora Gomringer
Nora Gomringer leitet das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. 2015 gewann sie den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Philipp Scholz
Philipp Scholz ist Jazz-Schlagzeuger und Komponist. Zusammen mit Nora Gomringer bildet er das Duo Wort Drum Dran.

Frankfurt am Main
Städelschule
Ort: Städelschule
Dürerstraße 10
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: 8 / 6 Euro

Jakob Hein & Oliver Polak
Deutsch-deutsche Geschichten

Leider musste Oliver Polak seine Teilnahme aus Krankheitsgründen absagen. 

Es geht ums Erwachsenwerden, es geht um ein Deutschland, das irgendwo zwischen der Last der Vergangenheit und der erdrückenden Lethargie der Gegenwart zu veröden droht. Warum also nicht der grauen DDR mit etwas kindlicher Kreativität auf die Sprünge helfen? Und wie verläuft eigentlich die
Jugend in der platten niedersächsischen Provinz, wenn der eigene Vater als Jude nur mit viel Glück den Holocaust überlebte? Bleibt der zweiten Generation mehr als nur die Flucht in die Depression? Humorvoll und pointiert sezieren Jakob Hein und Oliver Polak auf ihre je ganz eigene Art Alltag und Abgründe dieses ach so wiedervereinigten Landes.

In Kooperation mit der Städelschule

Jakob Hein
Jakob Hein wuchs in Ostberlin auf. Sein Schelmenroman „Kaltes Wasser“ (Galiani) erzählt von der Schönheit und vom Verhängnis einer überbordenden Fantasie.

Oliver Polak
Oliver Polak ist Komiker, Autor und Journalist. In „Der jüdische Patient“ (Kiepenheuer & Witsch) thematisiert er unter anderem seine Depression und seinen Aufenthalt in der Psychiatrie.

Sa 11. Juni
Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1
60594 Frankfurt am Main
Eintritt: frei

Ausstellung von Mark von Schlegell und dem Pure Fiction Seminar der Städelschule
The printed sea

In den Sechzigerjahren hat die Konkrete Poesie die Grenzen von Text und Bild ingeniös aufgehoben. Ihre Werke hängen heute in den großen Kunstmuseen. Gibt es Erben, die sich in diese Tradition stellen oder wird der Text als Bild immer wieder neu erfunden?

Das Pure Fiction Seminar der Städelschule präsentiert eine bewusstseinserweiternde Mischung aus literarischen und visuellen Collagen der schreibenden Künstler von morgen. Die Ausstellung wird konzipiert vom Kulturkritiker und Science-Fiction-Autor Mark von Schlegell und der Pure-Fiction-Herausgeberin Aislinn McNamara.

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 14 – 18 Uhr

In Kooperation mit der AusstellungsHalle 1A und der Städelschule

Mark von Schlegell
Der New Yorker Science-Fiction-Autor und Kulturkritiker Mark von Schlegell veröffentlichte Drehbücher, Romane und Theaterstücke, Essays und Kunstkritiken. Er lebt heute in Köln und unterrichtet an der Städelschule in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro

Autoteatro-Performance von Tim Etchells und Ant Hampton
The Quiet Volume

„The Quiet Volume“ erforscht die Spannung, die Bibliotheken rund um die Welt vereint: Diese Mischung aus Stille und Konzentration, in der Menschen in ihrer jeweils ganz individuellenArt in Bücher versinken. Zu zweit sitzen die Besucher im Lesesaalder Deutschen Nationalbibliothek und werden dort zum Teil einer interaktiven Performance. Vor ihnen liegt ein Stapel Bücher, um sie herum nimmt der gewöhnliche Bibliotheksbetrieb seinen Gang. Geflüsterte und schriftliche Hinweise eröffnen ihnen einen Weg durch die Buchseiten – und lassen sie die intime Erfahrung der Lektüre miteinander auf einzigartige Weise neu erleben.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zeiten
Donnerstag, 2. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 3. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Juni 14 – 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juni 17 – 20 Uhr
Freitag, 10. Juni 17 – 20 Uhr
Samstag, 11. Juni 14 – 17 Uhr

Teilnahme für je zwei Personen innerhalb der angegebenen Zeiten alle 20 Minuten – Vorverkauf empfohlen.

Sprecher Inti Otto, Lars Rudolph, Andreas Schröders
Ton TiTo Toblerone
Deutsche Übersetzung Karen Witthuhn / Transfiction
Künstlerische Projektleitung Katja Timmerberg

Entwickelt für Ciudades Paralelas, eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schauspielhaus Zürich, Goethe-Institut Warschau und Teatr Nowy. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Buenos Aires. Mit der Unterstützung von Arts center Vooruit, Belgien.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Tim Etchells
Tim Etchells ist ein britischer Schriftsteller, Performer und Lichtkünstler. Seine Neoninstallation „the future will be confusing“ ist am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main angebracht.

Ant Hampton
Der britische Theatermacher Ant Hampton gründete 1998 die Performance-Gruppe Rotozaza. Zusammen mit Tim Etchell konzipierte und inszenierte er die Autoteatro-Performance „The Quiet Volume“.  

Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Eintritt: 10 / 8 Euro

Herta Müller
Am Ende, die Wörter

Moderation: Ernest Wichner

Am Anfang war das Wort. Das gefundene und vorgefundene Wort, das zum Werkstoff reinster Poesie wird. „Ich sammele Wörter, um Texte zu machen. Ich schneide sie mir aus Prospekten aus, um Material zu haben für diese Texte“, erklärt Herta Müller ihr Verfahren. Die so entstandenen Wortcollagen sind Gedichte von bedrückender Schönheit, Kunstwerke von größter sprachlicher wie visueller Kraft. Zum Abschluss von literaTurm stellt Herta Müller gemeinsam mit ihrem Freund und Weggefährten Ernest Wichner einige von ihnen vor.

In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek

Herta Müller
Herta Müller wuchs in Rumänien auf und emigrierte 1987 in die Bundesrepublik. Ihr umfangreiches Werk, das neben Romanen, Erzählungen und Lyrik auch essayistische Arbeiten umfasst, wurde vielfach ausgezeichnet. 2009 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Herta Müllers vorerst letzter Band mit Collagen, „Vater telefoniert mit den Fliegen“ (Hanser), erschien 2012.

Ernest Wichner
Der Lyriker, Literaturkritiker, Übersetzer und Herausgeber Ernest Wichner leitet das Literaturhaus Berlin.

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